Breitbandausbau Glasfaserausbau der Telekom erzürnt Breitbandanbieter

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Wettbewerber der Deutschen Telekom haben in einem Brandbrief an Digitalminister Volker Wissing (FDP) vor den Folgen eines unkoordinierten Glasfaserausbaus in Deutschland gewarnt.

Breitbandanbieter sind von der momentanen Glasfaserleitungs-Ausbaustrategie der Telekom nicht begeistert. Lesen Sie hier, was die Telekom-Konkurrenten zu bemängeln haben ...(Bild:  Telekom)
Breitbandanbieter sind von der momentanen Glasfaserleitungs-Ausbaustrategie der Telekom nicht begeistert. Lesen Sie hier, was die Telekom-Konkurrenten zu bemängeln haben ...
(Bild: Telekom)

In dem Beschwerdeschreiben werfen die Breitbandverbände Anga, Breko, Buglas und VATM sowie der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) der Deutschen Telekom vor, durch „strategische Manöver“ den Glasfaserausbau auszubremsen und damit die Breitband-Ausbauziele der Bundesregierung zu gefährden.

Die Verbände monieren, dass die Telekom vorhandenen Glasfasernetzen von Wettbewerbern mit eigenen Leitungen Konkurrenz machen will, oder mit vagen Ausbauankündigungen die Anwohner verunsichert. Betroffen seien auch Netze von Telekom-Konkurrenten, die seit geraumer Zeit in Planung seien. Mit dem Vorgehen zerstöre die Telekom Geschäftspläne der ausbauenden Unternehmen und vereitele deren Ausbauaktivitäten. Auf der Strecke bleiben so Kommunen, die am Ende oft nur teilweise von der Telekom ausgebaut werden und letztlich steht der Bürger ohne Glasfaseranschluss da, erklären die Betroffenen.

Telekom-Großaktionärin Bundesregierung soll Ruder herumreißen

Die Telekom, die, wie es weiter heißt, jahrelang vor allem auf die Optimierung von vorhandenen Kupferleitungen gesetzt hatte, treibt in jüngster Zeit den Ausbau ihres Festnetzangebots mit Glasfaserleitungen stark voran. Allein dieses Jahr sie das Ziel, rund drei Millionen Haushalte anzuschließen. Bei diesem rasanten Ausbau stehe aber immer wieder der Vorwurf im Raum, die Telekom plane oder baue Leitungen, obwohl ihr der Zugang zu Leitungen anderer zur Verfügung stehe.

Telekom-Manager Thilo Höllen, der für die Breitbandkooperationen des Konzerns zuständig ist, weise diese Vorwürfe aber permanent zurück. Der so genannte Überbau mache nach seiner Aussage nur einen Bruchteil des Netzausbaus in Deutschland aus. Im Jahr 2022 habe der Überbau bei der Telekom demnach bei unter einem Prozent gelegen.

Die Telekom-Wettbewerber fordern die Bundesregierung als Großaktionärin der Deutschen Telekom nun auf, ihren 30-prozentigen Anteil am ehemaligen Staatsunternehmen in die Waagschale zu legen und das Telekom-Management zum Kurswechsel beim Glasfaser-Überbau zu bewegen.

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