Ein ausgeklügeltes und offenes ERP-System wird mit den Daten aus Produktion und Logistik gefüttert. Zusammen mit KI, IoT und AR unterstützt es dabei, viele Geschäftsprozesse zu digitalisieren.
Digitales Geschäftsprozesse: Ein offenes ERP-System wird mit Daten aus Logistik und Produktion gefüttert.
Sie haben fast alle Geschäftsprozesse im Blick: Moderne Enterprise-Resource-Planning- (ERP-)Systeme. Mit einem modernen ERP-System hat man eine Plattform, um alle Geschäftsprozesse in Produktion und Logistik zu digitalisieren. Solch ein ERP-System bietet Comarch an. Am Beispiel der Lebensmittelbranche und eines Automobil-Herstellers erläutert Thomas Boeing, wie ein ERP-System unterstützen kann.
Zuerst wird im ERP-System die Herkunft der Rohware nachvollzogen. Weitere Systeme, wie mit vernetzten Kontrollwaagen, melden die Ergebnisse ihrer Gewichts- und Qualitätskontrollen an die MES-Anwendung und das BI-Tool. Selbst die Etikettendruck-Software ist an das ERP-System angeschlossen. Damit lässt sich der Etikettierungsprozess vollständig automatisieren.
Auch bei einem Hersteller von Hightech-Produkten kam das reibungslose Zusammenspiel von Comarch ERP Enterprise und IoT-Anwendungen voll zum Tragen. Zielsetzung war in diesem Fall, eine von vielen manuellen Arbeitsvorgängen geprägte Montagelinie zu digitalisieren, um eine stetige Kommunikation mit Comarch ERP Enterprise zu ermöglichen. Bestehende Maschinen wurden in smarte Apparate verwandelt. Beide Ansätze zielten auf eine Effizienzsteigerung der Produktionslinie und eine Verringerung der Fehlerquote.
Vom Webshop bis zur Verkaufsstelle vor Ort
Nicht nur beim Maschinenpark können produzierende Unternehmen mit der Digitalisierung ansetzen. Ein internationaler Produzent von Lebensmitteln wollte eine Direct-to-Customer-Strategie umsetzen: Comarch ERP Enterprise wurde dafür zum zentralen System für die Lagerführung in den Filialen, die Integration aller Kassen und die Chargenführung.
Möglich wird dadurch ein umfassendes Omnichannel-Vertriebskonzept: Sowohl Webshop als auch die klassische Verkaufsstelle vor Ort (POS) greifen auf den zentralen, einheitlichen Datenbestand der Comarch ERP Enterprise zurück.
Eine flexible Lagerlogistik ist Grundlage für die effiziente Abwicklung von verschiedenen Prozessschritten: Das reicht vom Wareneingang über alle Stufen der Produktion und der Lagerung von Artikeln bis hin zur anschließenden Kommissionierung und dem Warenausgang inklusive Transport.
In der Praxis ist das Zusammenspiel der einzelnen Abteilungen oft komplizierter. Kommen zum Beispiel weitere Akteure ins Spiel, wie Kunden, Lieferanten oder Partner, so gilt es ganz besonders, den Überblick zu behalten. Wie das gelingt, zeigt das Fallbeispiel des Forschungszentrums eines Automobil-Herstellers.
Um die vollständige Kontrolle über das Lager und darüber hinaus zu behalten, sind neue Ansätze notwendig, welche sich in den vergangenen Jahren zunehmend in der Logistik-Praxis etabliert haben. So lassen sich Betriebsmittel sich mit Asset Tracking lückenlos mithilfe es Internet of Things nachverfolgen.
Vernetzte Sender tracken Materialien
Dazu werden kleine Internet-Sender wie Beacons eingesetzt, die sich selbst bei kleinteiligeren Gegenständen flexibel anbringen lassen. Die Sender tracken der ausgerüsteten Materialien. Bei der Suche genügt der Blick auf das Smartphone, welches via App mit dem Internet of Things und den zu verfolgenden Materialien vernetzt ist.
Der Einsatzspielraum reicht von großflächigen Lagern bis hin zu einer wertschöpfungskettenübergreifenden Track-and-trace-Anwendung in Produktionsunternehmen quer durch Fertigungs- und Lagerzonen. Damit ist eine schnellere Kommissionierung möglich und es bleiben ab dem Zeitpunkt der Bestellung alle Teile eines konfigurierten Produkts vom Zulieferer bis zum finalen Einbau im Blick.
Die Supply Chain vom Lieferanten bis zum Endkunden kann so direkt in Comarch ERP Enterprise für alle Schritte vom Wareneingang über Warehouse bis zum Kunden nachvollzogen werden.
Sprungbrett zu smarter Wartung und Augmented Reality
Als Datendrehscheibe hat Comarch ERP Enterprise einen großen Radius: Die Daten können direkt von den Produktionsmaschinen aus, aus dem Warenbestand oder sogar von außerhalb des Unternehmens gesteuert werden. Ein Beispiel dafür ist Smart Maintenance, die sogar als Dienstleistung verkauft werden kann.
In diesem konkreten Use Case bei einem Hersteller chemischer Produkte sollte ein Mehrwert für Kunden geschaffen werden. Konkret: Wie Kunden das Produkt nutzen und daraus abgeleitet eine automatisierte Nachbestellung und Wartung von Produkten. Umgesetzt wurden die smarten Produkte durch die Nachrüstung vorhandener Produktmodule mit Sensorik und Kommunikationstechnik.
Zusätzlich wurde ein Kundenportal mit Informationen zur Nutzung und zum aktuellen Wartungsstatus der Produkte geschaffen. Dadurch melden sich Produkte selbst, wenn sie Wartung oder Nachschub benötigen. Auch die eigentliche Wartung wird im ERP gesteuert – und verbessert. In einem weiteren Case wurde Augmented Reality in den Prozess integriert: Eine Außendienst-App für die Mixed-Reality-Brille „Microsoft HoloLens“ ermöglichte es, für die Fernservice-Teams wichtige Informationen bereitzustellen.
Stand: 08.12.2025
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Mithilfe von Hologrammen erfassen die Mitarbeiter die Lage am Standort des Kunden besser und können Probleme schneller finden und beseitigen. Sie finden die richtigen Geräte(-bestandteile), können sie virtuell bewegen und im Detail wirklichkeitsgetreu analysieren sowie bereits getätigte Reparaturen überblicken.
Je vielfältiger die Systeme, desto wichtiger ist ein modernes, offenes und flexibles ERP-System, welches Bestandteile einer künstlichen Intelligenz (KI), Internet of Things (IoT) und Augmented Reality (AR) integriert und so den Umgang mit Daten automatisiert und anschließend die Daten sammelt und verwaltet.
Diese Daten kommen aus verschieden Quellen: IT-Systeme, Transaktionen oder Produktionsmaschinen. Eine zentrale Datenhaltung in einem intelligenten ERP-System ist Grundlage, um Daten als „Rohstoff unseres Jahrhunderts“ adäquat zu nutzen. Damit ein ERP-System zukunftsfähig ist, muss es Wandlungsfähig sein, hin zu Micro-Services und eine hochgradige Interoperabilität. Erst dann ist das ERP in der Lage, Unternehmensprozesse adäquat zu digitalisieren.