Neue Wege
GEA und Schneider Electric machen den Lackmustest für die Zukunft der Automatisierung

Von Sebastian Human 7 min Lesedauer

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Mit dem Separator-Modul „Pathfinder“ demonstrieren der deutsche Maschinenhersteller GEA und Schneider Electric die erstaunlichen Möglichkeiten eines neuen Automatisierungsansatzes – dabei geht es auch um die Zukunft von MTP.

GEA und Schneider Electric liefern ein Proof of Concept für herstellerunabhängige und softwarezentrierte Automatisierung.(Bild:  gemeinfrei / Pexels)
GEA und Schneider Electric liefern ein Proof of Concept für herstellerunabhängige und softwarezentrierte Automatisierung.
(Bild: gemeinfrei / Pexels)

Was ist heute nicht alles möglich: Hohe Datenübertragungsraten und wachsende Rechenleistung haben die industriellen Werkshallen gläserner und die Anlagen intelligenter gemacht. Mit einer Kombination aus IIoT-fähigen Feldgeräten und KI-basierten Softwarelösungen können nicht nur kontextbezogene Echtzeit-Informationen über Zustand und Output von Maschinen gewonnen werden – ein besseres Verständnis von Prozessen und Workflows ermöglicht auch den Betrieb von deutlich effizienteren, resilienteren und insgesamt produktiveren Anlagen.

Doch so verheißungsvoll die Vorteile von Industrie 4.0 auch erscheinen mögen, aktuelle Studien legen nahe, dass die volle Entfaltung der theoretisch darin angelegten Potenziale in der Praxis ausgebremst wird. Hauptgrund: Proprietäre Automatisierungssysteme verkomplizieren durch ihre Beschränkung von Interoperabilität und Software-Portabilität eine vertiefte IT-OT-Vernetzung und setzen dem ingenieurstechnischen Gestaltungsspielraum enge Grenzen. In weiten Teilen erscheint die derzeitige Automatisierungslogik damit als anachronistisch, geradezu als aus der Zeit gefallen.