Exklusivinterview: Wenn IT auf OT trifft
GE Digital will der Amazon bei Industrie 4.0 werden

Von Gerd Kielburger 13 min Lesedauer

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Digitalisierung sei nicht der nächste Schritt der Automatisierung, sagt Prof. Dr.-Ing. Stephan Reimelt, President von GE in Deutschland und Österreich. Was das für die deutsche und europäische Chemie- und Prozessindustrie bedeutet, wie sich mit Big-Data-Analysen Brauprozesse optimieren lassen und wie GE Digital, die als Sponsor der Namur-Hauptsitzung 2017 auftreten, mit Predix zu der relevanten IIoT-Plattform werden will, verrät Reimelt im PROCESS-Interview.

Prof. Dr.-Ing. Stephan Reimelt, President und CEO von GE Deutschland und Österreich, sieht die Digitalisierung nicht als Fortschreibung der Automatisierung.(Bild:  Kielburger / PROCESS)
Prof. Dr.-Ing. Stephan Reimelt, President und CEO von GE Deutschland und Österreich, sieht die Digitalisierung nicht als Fortschreibung der Automatisierung.
(Bild: Kielburger / PROCESS)

? Herr Prof. Reimelt, Sie haben mit der deutschen und europäischen Prozessindustrie ein harte Nuss zu knacken.

Reimelt: Das ist das, was wir lieben. Das ist unsere DNA. Die Aufgabe kann nicht groß genug sein. Insofern haben wir derzeit einige globale Nüsse zu knacken. Wir leben in einer Welt großer Volatilität mit schwachem Wachstum in vielen Regionen, großen Veränderungen, aber hier fühlen wir uns als GE auch sehr wohl. Schauen Sie sich nur unsere Zahlen an. Wir haben in der Firmengeschichte die mit Abstand größte Transformation in den letzten fünf Jahren gemacht, für die andere Firmen unserer Größe eine Dekade brauchen. Wir haben mit GE Capital die viertgrößte Bank Amerikas an unterschiedliche Käufer verkauft, wir haben in den letzten 18 Monaten 65 000 Mitarbeiter von Alstom erfolgreich in GE integriert. Wir haben entgegen einer Menge Unkenrufe eine überzeugende Portfolio-Veränderung hingelegt. Wir haben ein Digitalgeschäft aufgebaut, das im Jahr 2016 6 Mrd. Umsatz gemacht hat. Wir verkaufen gerade erfolgreich unser Wassergeschäft. Mag sein, dass unsere Sichtbarkeit auf dem deutschen Markt nicht ganz so groß ist, aber nehmen Sie zur Kenntnis: Perception is not Reality. Ich glaube, dass wir sehr gut eingeführt sind und uns gut im Markt auskennen und mit vielen Unternehmen der deutschen und europäischen Prozessindustrie sehr eng verbunden sind.

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