Datenschutz
Fünf Jahre später: Das Erbe der DSGVO

Ein Gastbeitrag von Federica Monsone* 10 min Lesedauer

In der heutigen vernetzten Welt teilen wir mehr persönliche Daten als je zuvor. Angesichts der zunehmenden Gefahren wird der Schutz dieser Informationen immer wichtiger. Könnte die Datenschutz-Grundverordnung der EU als Blaupause für globale Datenschutzmaßnahmen dienen?

Die DSGVO wurde als ein herausragendes Beispiel für den Brüssel-Effekt bezeichnet, bei dem EU-Gesetze die Regulierung über die europäischen Grenzen hinaus beeinflussen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die DSGVO wurde als ein herausragendes Beispiel für den Brüssel-Effekt bezeichnet, bei dem EU-Gesetze die Regulierung über die europäischen Grenzen hinaus beeinflussen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Online-Banking. Netflix. Sogar das Parken von Autos. Technologie ist ein allumfassender, unvermeidlicher Bestandteil des täglichen Lebens. Wir teilen unsere persönlichen Informationen Tag für Tag mit unzähligen Organisationen. Tatsächlich ergab eine ESG-Studie (1) aus dem Jahr 2022 über die strategische und sich entwickelnde Rolle der Datenverwaltung, dass etwa 35 Prozent der Gesamtdaten einer Organisation personenbezogene Informationen (kurz: PII) oder andere sensible Daten enthalten, die in allen Bereichen der IT-Infrastruktur einer Organisation gespeichert sind. Angesichts des explosionsartigen Anstiegs von Ransomware und Datenverstößen ist der Bedarf, diese Daten zu schützen, und die Notwendigkeit von Datenschutzvorschriften klar.

Dennoch sorgte die Einführung der Datenschutz-Grundverordnung (kurz: DSGVO) der Europäischen Union im Jahr 2018 mit ihren strengen Regeln und hohen Strafen für Aufsehen in der Geschäftswelt. Fünf Jahre nach ihrem Inkrafttreten sprachen wir mit Experten im Markt über die Auswirkungen der DSGVO, ob sie als Erfolg gewertet werden kann und was in der Welt der Compliance mittelfristig ansteht.