Gedruckte Elektronik
Forscher drucken ersten flexiblen OLED-Display

Von Stefan Guggenberger 2 min Lesedauer

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Der University of Minnesota ist es mit einem speziellen 3D-Drucker gelungen, einen flexiblen OLED-Display zu drucken. Mit der Technologie soll es sogar möglich sein, dass OLED-Displays in Zukunft auf Desktopdruckern von Laien hergestellt werden. Wie die Wissenschaftler das ermöglichen wollen.

Der Display-Prototyp ist auf jeder Seite 3,81 Zentimeter lang und kann flexibel gebogen werden.(Bild:  McAlpine Group, University of Minnesota)
Der Display-Prototyp ist auf jeder Seite 3,81 Zentimeter lang und kann flexibel gebogen werden.
(Bild: McAlpine Group, University of Minnesota)

Für den ersten flexiblen OLED(Organic Light-emitting Diode)-Display, der auf einem 3D-Drucker entstand, haben die Wissenschaftler der University of Minnesota zwei Druckverfahren kombiniert. Ziel war es, einen OLED-Bildschirm herzustellen, der mit einem Desktopdrucker aufgebaut werden kann und keine hochspezialisierte Fabrikanlage benötigt. Dazu haben die Wissenschaftler einen extra für sie gebauten Drucker eingesetzt, der laut Projektleiter Michael McAlpine so viel wie ein Tesla Model S kostet. Aktuell liegt die unverbindliche Preisempfehlung für diesen Tesla bei 101.990 Euro. Das sie damit Erfolg haben, hat dann sogar die Forscher überrascht: „Ich dachte nicht, dass wir einen funktionsfähigen Bildschirm entwickeln können. Aber dann haben alles Pixel funktioniert und wir konnten darauf Text abspielen“, erklärt Ruitao Su, Mitautor der Studie und Wissenschaftler am MIT.

Ein flexibler Bildschirm für Wearables

Bei vorherigen Versuchen scheiterten die Forscher daran, die Licht emittierenden Schichten gleichmäßig zu drucken. Um dieses Problem zu lösen, wurden in der aktuellen Studie zwei verschiedene Verfahren kombiniert. Die Elektroden, die Verbindungen, die Isolierung und die Verkapselung wurden im Extrusionsverfahren gedruckt, während die aktiven Schichten mit demselben 3D-Drucker bei Raumtemperatur aufgesprüht wurden. Der Display-Prototyp war auf jeder Seite etwa 3,81 Zentimeter groß und hatte 64 Pixel. Jedes Pixel funktionierte und zeigte Licht an.

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