AI Act
Die neue KI-Verordnung und für wen sie wirklich relevant ist

Ein Gastbeitrag von Dr. Andreas Lober & Dr. Peggy Müller* 7 min Lesedauer

Während einerseits lautstark über die Überregulierung geschimpft wird, wird die europäische KI-Verordnung andererseits als Meilenstein gefeiert. Unser Überblick klärt auf, ob Sie sich mit dem „Bürokratie-Monstrum“ auseinandersetzen müssen und wo besondere Hürden liegen.

Den Kern der KI-Verordnung bilden die umfangreichen Regelungen zu Hockrisiko-KI – was fällt hierunter?(Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
Den Kern der KI-Verordnung bilden die umfangreichen Regelungen zu Hockrisiko-KI – was fällt hierunter?
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

In seiner Festrede zu Ehren des ihm verliehenen Nobelpreises für Physik schwärmte Geoffrey Hinton 2024 einerseits davon, dass künstliche Intelligenz (KI) die Produktivität in fast allen Branchen steigern könne, allerdings berge die rasante Entwicklung auch Risiken. So könne KI gegebenenfalls dazu verwendet werden, schreckliche neue Viren und grauenhaft tödliche Waffen zu erschaffen, die selbst entscheiden, wen sie töteten, mahnte er.

Die Gremien der EU haben sich den potenziellen Risiken, die mit KI einhergehen, mit der notwendigen Aufmerksamkeit gewidmet und innerhalb der drei Jahre währenden Diskussionen schließlich im vergangenen Sommer die KI-Verordnung, auch AI Act genannt, verabschiedet. Sie ist am 1. August 2024 in Kraft getreten und ihre Regelungen gelangen stufenweise bis August 2027 zur Anwendung.