Instandhaltungsstrategien
Ereignisanalyse: Das echte Gold der Instandhaltung

Ein Gastbeitrag von Heino Brose* 10 min Lesedauer

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Effiziente Instandhaltung ist ein wesentlicher Aspekt einer ressourcenschonenden Industrie. Nur laufende Maschinen generieren Mehrwert und vermeiden Verschwendung. Deshalb müssen Instandhaltungsereignisse antizipiert, bewertet und mit Behandlungsalgorithmen versehen werden.

Auf Basis intelligenter Algorithmen lassen sich technische Systeme analysieren. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Auf Basis intelligenter Algorithmen lassen sich technische Systeme analysieren.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Das Ziel einer Instandhaltungsstrategie ist, ein Fehlerereignis vorhersagen zu können, um die Reparatur vor Eintritt des Ereignisses und damit vor einem Maschinenausfall durchzuführen. So ist es möglich, Stillstandzeiten einer Maschine zu planen, das notwendige Werkzeug und die Ersatzteile frühzeitig zu organisieren und das Personal rechtzeitig anzuweisen.

Warum aber setzt nicht jedes Unternehmen auf Predictive Maintenance, den Traum einer jeden Instandhaltung? Fehlerereignisse hochkomplexer technischer Systeme sind leider nicht so vorhersagbar, wie wir uns diese erhoffen, maximal eine von zehn potenziellen Fehlerursachen kann gut bis sehr gut vorhergesagt werden. Diese ist dann auch der perfekte Kandidat für Predictive Maintenance. Alle anderen besitzen einen zu geringen Prognostizierbarkeitsgrad. Ein typisches Beispiel hierfür ist eines der häufigsten Fehlerereignisse von hochvernetzten Systemen: der Leitungsfehler. Ursachen können unter anderem ein Kurzschluss, ein Bruch oder ein offener Stecker sein. Diese Gründe kündigen sich aber weder an, noch sind sie anderweitig vorhersagbar. Sie sollen jedoch ebenfalls erkannt und behoben werden. Hierfür benötigt man angepasste Instandhaltungsstrategien.