Delete-Technologie
Endlich sicher – mit eingebauter Selbstzerstörung

Ein Gastbeitrag von Bernd Müller* 5 min Lesedauer

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Wenn die eigene Produktion am Limit läuft, wird die Order eben an Auftragsfertiger in Übersee weitergegeben. Doch was geschieht danach mit den Daten? Um hier für Sicherheit zu sorgen, forscht ein Fraunhofer-Institut daran, juristische Vereinbarungen direkt in Dateien einzufügen.

EDUC steht und fällt mit der technischen Machbarkeit, die Löschung von sensiblen Daten auf allen Ebenen der Automatisierungspyramide durchzusetzen. (Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
EDUC steht und fällt mit der technischen Machbarkeit, die Löschung von sensiblen Daten auf allen Ebenen der Automatisierungspyramide durchzusetzen.
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

In Filmen und Serien werden wünschenswerte Technologien gerne vorweggenommen. So gibt es im James Bond Klassiker „Der Spion, der mich liebte“ einen Kassettenrekorder, der praktischerweise Nachrichten automatisch löscht. Bei den Agenten der „Kingsmen“ sind es schon SIM-Karten, die sich selbst auflösen können. Doch das bekannteste Beispiel für Delete-Technologie dürfte mit Sicherheit der sich stets und zuverlässig selbstzerstörende Datenträger für das Auftragsbriefing aus der „Mission Impossible“ Reihe mit Tom Cruise sein.

Der Geschäftsalltag in Unternehmen verläuft in der Regel weniger actionreich als in Spionage-Filmen. Ähnliche Interessen gibt es dennoch. Auch Unternehmen wollen sicherstellen, dass ihr geistiges Eigentum nicht ungewollt weitergegeben wird. Denn selbst das Wissen über Produktionsprozesse kann einem Konkurrenten wertvolle Informationen liefern und ihm im Wettbewerb einen Vorteil verschaffen. Daher besteht ein Bedarf an selbstzerstörenden Dateien, die problemlos an Auftragsfertiger weitergegeben werden können. Ohne Sorgen, dass es zum Daten-Missbrauch kommt.