Smart produzieren „SWAP-IT“ wird schrittweise als Open Source verfügbar

Quelle: Fraunhofer-IWU 2 min Lesedauer

Die von einem interdisziplinären Konsortium aus Fraunhofer-Instituten entwickelte Produktionsarchitektur „SWAP-IT“ ist einsatzbereit. Bald wird sie zur Open Source.

„SWAP“ steht für austauschen. Im Leitprojekt SWAP der Fraunhofer-Gesellschaft wird das Paradigma fest verketteter Produktionssysteme durch den Ansatz flexibler, dynamisch beplanbarer Arbeitsstationen abgelöst. Jetzt ist das System „SWAP-IT“ einsatzfähig.(Bild:  Fraunhofer-IWU)
„SWAP“ steht für austauschen. Im Leitprojekt SWAP der Fraunhofer-Gesellschaft wird das Paradigma fest verketteter Produktionssysteme durch den Ansatz flexibler, dynamisch beplanbarer Arbeitsstationen abgelöst. Jetzt ist das System „SWAP-IT“ einsatzfähig.
(Bild: Fraunhofer-IWU)

Produzierende Unternehmen müssen heute mit vielschichtigen und unterschiedlichsten Herausforderungen umgehen. Dazu gehören Stückzahlbandbreiten von der Losgröße 1 bis zu größeren Serien und nicht zuletzt der Umgang mit Verzögerungen und Ausfällen in den Lieferketten. Aber mit der Einsatzbereitschaft von „SWAP-IT“ wird die Vision auslastungsoptimierter, flexibel angeordneter Fertigungsmodule, die durch fahrerlose Transportsysteme (FTS) bestückt werden und eine Vielzahl von Produkten fertigen können, Realität, wie die am Projekt beteiligten Forscher des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) sagen.

Auch Bestandsmaschinen können dabei sein

Moderne Fertigungslayouts, wie etwa Matrixanordnungen, bildeten zusammen mit dieser Softwarearchitektur dann eine anpassungsfähige Produktionsinfrastruktur, die die effiziente Fertigung auch kleinerer Stückzahlen ermögliche. Das klappe milfe einer Fertigungsplanung und -steuerung, die diese Module flexibel belege und aufgrund der Segmentierung und „intelligenter“ Verteilung von Fertigungsumfängen auch große Bauteile in kleinen Anlagen herstellbar mache. Es können auch Bestandsmaschinen in diese neue Produktionsarchitektur eingebunden werden, wie das IWU betont. Die Fraunhofer-Verbünde „Produktion“, „Light & Surfaces“ sowie „IUK-Technologie“ bündelten dazu ihre interdisziplinären Kompetenzen, um eine gemeinsame Architektur zu entwickeln, für die es nun Anwendungsmöglichkeiten in den Branchen Automobilproduktion, Maschinenbau, Flugzeugbau und Elektrotechnik gibt.

Modulare Software und modulare Hardware. Die „SWAP-IT“-Architektur besteht aus generischen Basis- und anwendungsspezifischen Funktionsmodulen und wird – verbunden mit dem Shopfloor – zum steuerungstechnischen Rückgrat der Produktion von morgen.(Bild:  Fraunhofer-IML)
Modulare Software und modulare Hardware. Die „SWAP-IT“-Architektur besteht aus generischen Basis- und anwendungsspezifischen Funktionsmodulen und wird – verbunden mit dem Shopfloor – zum steuerungstechnischen Rückgrat der Produktion von morgen.
(Bild: Fraunhofer-IML)

Einen Workshop gibt es dazu Ende September

Ein wichtiger Schritt in Richtung umsetzungsreifes Cyber-Physisches Produktionssystem ist, wie es weiter heißt, die auftragszentrierte Produktionsumgebung, in der Produktionsaufträge mittels eigens entwickelter Beschreibungssprache, der Production Flow Description Language („PFDL“), orchestriert und an die Bearbeitungsstationen ausgeliefert werden. Diese Sprache formalisiere Produktionsaufträge und steuere vollautomatisch die Aufträge ein. Die Produktionsressourcen könnten mit der Architektur dynamisch zur Laufzeit allokiert werden, was eine schnelle Reaktion auf Ausfälle oder kurzzeitige Auftragsspitzen erlaube. Sowohl Architektur als auch „PFDL“ der „SWAP-IT“ stehen künftig Open Source für einen Ausbau zur modularen Produktionsarchitektur zur Verfügung. Die Öffnung geschehe ab Ende diesen Jahres schrittweise. Das umfassende Spektrum an Soft- und Hardwareapplikationen der „SWAP-IT“-Architektur steht im Mittelpunkt eines Industrieworkshops, der am 26. September 2024 in Dresden beim IWU stattfindet.

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