18. Europäischer Datenschutztag Eine Datenexfiltration bedroht auch den Datenschutz

Ein Gastbeitrag von Jörg von der Heydt* 2 min Lesedauer

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Der 28. Januar ist auch der Europäische Datenschutztag. Das geht auf eine Initiative des Europarats aus dem Jahr 2007 zurück. Ein Appell zum 18. Geburtstag des Datenschutztages, die Gefahr der Datenexfiltration nicht zu unterschätzen.

Die meisten KMU profitieren laut Bitdefenders Jörg von der Heydt von der Einbindung eines externen Managed-Detection-and-Response- oder Managed-SOC-Services.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die meisten KMU profitieren laut Bitdefenders Jörg von der Heydt von der Einbindung eines externen Managed-Detection-and-Response- oder Managed-SOC-Services.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Auch wenn sich die Berichte über entsprechende Angriffe häufen, hinken einige Unternehmen und Organisationen noch immer hinterher, wenn es darum geht, personenbezogene Daten zu schützen. Kriminelle setzen auf Ransomware, um mit der Offenlegung oder Weitergabe von Informationen zu drohen.

Datenschutz ist eine zentrale Aufgabe für Unternehmen. Eine Verletzung desselben verursacht enorme finanzielle Schäden. Unternehmen müssen Informationen zu ihren Kunden, Partnern oder Mitarbeitern vor Offenlegung und Weitergabe schützen. Wesentlich schärfere Auflagen gelten hier für Behörden, Anbieter von Leistungen im Gesundheitswesen oder den Bildungssektor.

Trend geht zur Exfiltration

Zumeist gewinnorientiert agierende Ransomware-as-a-Service-Gruppen, die wirtschaftlichen Erfolg mit möglichst geringem Einsatz realisieren wollen, wissen, dass in Zeiten der DSGVO vor allem eine Drohung das höchste erpresserische Potential hat, personenrelevante Daten offenzulegen. Zudem lassen sich solche Daten – einmal erbeutet – in jedem Fall gut weiterverkaufen. Ransomware-Banden gehen daher immer mehr weg von der Datenverschlüsselung und hin zur Datenexfiltration.
Dieser Trend wird sich, abgesehen von Produktion und Fertigung, wo Hacker komplette Prozesse stilllegen wollen, weiter fortsetzen.

Die Drohung, Daten weiterzuleiten, zu verkaufen oder offenzulegen, birgt das Potenzial für hohe Lösegeldzahlungen. Nach dem Informationsdiebstahl können Opfer nur zweierlei tun: Sie können versuchen, die Vertraulichkeit der Daten zu sichern, indem sie zahlen. Oder sie müssen hinnehmen, dass Angreifer die Informationen möglicherweise veröffentlichen.

Cyberkriminelle wiederum können sich als unfreiwillige Penetrationstester präsentieren und anbieten, von ihnen entdeckte Risiken oder gar Verstöße gegen den Datenschutz diskret zu behandeln.
Das sind weichere und dennoch gewinnbringendere Erpressungsfaktoren als etwa das Verschlüsseln von Informationen, bei dem die Hacker Informationen unter Umständen sogar unwiederbringlich zerstören. Die Erpresser nutzen das Wissen über Compliance-Zwänge aus, um als vermeintliche Sicherheitsberater Geld durch Hilfeleistungen zu erlangen.

Abhilfe schafft letztlich nur eine resiliente IT-Sicherheitsinfrastruktur, die auch sämtliche Speicherorte in Unternehmen ebenso wie auch alle Backups, lokal und/oder in der Cloud, schützt. Ein frühzeitiges Erkennen von Indizien für mögliche Ransomware-Angriffe über eine einheitliche, die gesamte Infrastruktur erfassende Plattform (Extended Detection and Response – XDR) ist daher absolut notwendig. Denn die Abwehr eines Ransomware-Tools, welches Daten exfiltrieren soll, muss in jedem Fall vor dessen erfolgreichem Start unterbunden werden. Andernfalls entsteht bereits mit dem ersten kopierten Datensatz unter Umständen ein erheblicher Schaden.

* Jörg von der Heydt ist Regional Director DACH bei Bitdefender.

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