Systemzuverlässigkeit
Ein Maschinenpark wartet (und repariert) sich selbst

Von Jürgen Schreier 4 min Lesedauer

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Im EU-Projekt SelSus arbeiten Fraunhofer-Wissenschaftler mit Partnern aus der Industrie und Forschung an einer Technologie, die Maschinenausfälle in der Produktion prognostiziert, bevor sie auftreten. Manche Defekte "repariert" das System sogar selbst.

Im EU-Forschungsprojekt SelSus entwickelter, sich selbst reparierender Dispenser des Projektpartners Manufacturing Technology Centre für die Motorenproduktion(Bild:  Fraunhofer IPA)
Im EU-Forschungsprojekt SelSus entwickelter, sich selbst reparierender Dispenser des Projektpartners Manufacturing Technology Centre für die Motorenproduktion
(Bild: Fraunhofer IPA)

Nichts fürchten Betriebsleiter mehr als den plötzlichen Ausfall einer Maschine während der laufenden Produktion. Die Folge: hektische Reparatureinsätze und steigende Kosten hoch. Auch der Kunde ist in der Regle "not amused", weshalb solche Havarien einen Schatten auf die Liefertreue werfen. Das Fatale daran: Oft sind es vergleichsweise kleine Defekte oder Verschleißerscheinungen, die die Produktion Stören oder gar zum Erliegen bringen. Diese "Minidefekte" bleiben meist unentdeckt, führen dann aber schlagartig zu größeren Ausfällen.

Electrolux setzt erfolgreich Decision-Support-System ein

Nützlich wäre folglich eine Technik, die den Status aller Komponenten in der Produktionsstraße überwacht, Probleme und Schwachstellen identifiziert und den zuständigen Mitarbeiter rechtzeitig informiert. Auf der Basis eines sogenannten Decision-Support-Systems eine kann dieser dann Entscheidungen treffen und und den Defekt beheben. Im günstigsten Fall muss dazu nicht einmal die Produktion unterbrochen werden. Genau daran forscht das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA im Rahmen des Projekts SelSus .