Vernetzte Produktion
Eine Smart Factory für Antriebsstränge

Von Sebastian Human 5 min Lesedauer

Die Automobilindustrie und ihre Zulieferer sind Teil eines hochumkämpften Markts. Will man hier bestehen, braucht es immer effizientere Prozesse und eine zuverlässige Qualität. Beides will man bei Magna Powertrain durch einen hohen Digitalisierungsgrad erreichen.

Auf über 140.000 Quadratmetern produziert Magna Powertrain am Standort Neuenstein unter anderem Getriebe für verschiedene Automobilkonzerne – und setzt hierfür auf einen digitalisierten Shopfloor, um beispielsweise ungeplante Stillstandszeiten mittels Predictive Maintenance zu vermeiden.(Bild:  Olaf Gallas/Magna Powertrain)
Auf über 140.000 Quadratmetern produziert Magna Powertrain am Standort Neuenstein unter anderem Getriebe für verschiedene Automobilkonzerne – und setzt hierfür auf einen digitalisierten Shopfloor, um beispielsweise ungeplante Stillstandszeiten mittels Predictive Maintenance zu vermeiden.
(Bild: Olaf Gallas/Magna Powertrain)

Magna ist einer der weltgrößten Automobilzulieferbetriebe. Das Unternehmen beschäftigt 179.000 Mitarbeitende in 28 Ländern. Global unterhält es 343 Produktionsstandorte sowie 105 Produktentwicklungs-, Engineering- und Vertriebszentren. Die Firmengeschichte begann vor über 65 Jahren und heute gibt Magna an, ein 42-Milliarden-Dollar-Unternehmen zu sein. Hierzu sei man in den vergangenen 20 Jahren sowohl organisatorisch als auch durch wichtige Akquisitionen gewachsen. In diesem Zuge hat auch das Geschäft mit Antriebssträngen, einem von vielen Betätigungsfeldern des Automobilzulieferers, zugelegt.

Produziert werden diese Antriebsstränge für Verbrenner sowie teil- und vollelektrische Fahrzeuge unter anderem am Standort Neuenstein in Baden-Württemberg. Die Abnehmer reichen von Audi über Ferrari bis hin zu Xiaopeng. Neben der aktuell größten Herausforderung der Automobilindustrie, der Abkehr von fossilen Kraftstoffen, sieht sich Magna Powertrain, wie viele andere Industrieunternehmen, zusätzlich mit der Notwendigkeit der digitalen Transformnation konfrontiert. Bei dieser geht es nicht zuletzt auch um die Verzahnung von Prozessen und mit Verzahnungen kennt sich der Getriebespezialist aus. Also ging man es mit schwäbischem Pragmatismus an.