IT-Dokumentation
Edge Data Center: Klare Sicht für die entfernte Ecke

Ein Gastbeitrag von Oliver Lindner* 4 min Lesedauer

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Edge Data Center sind im Kommen. Doch sie machen die Verwaltung und Wartung der Gesamt-IT komplizierter – eine Herausforderung bei immer kleiner werdenden IT-Teams. Abhilfe schafft eine vollständige und transparente Dokumentation der IT-Infrastruktur.

Teile der Datenverarbeitung in Edge Data Center zu verlagern, bringt neben Performance-Vorteilen auch einige Herausforderungen mit sich.(Bild:  Michael Traitov  - stock.adobe.com)
Teile der Datenverarbeitung in Edge Data Center zu verlagern, bringt neben Performance-Vorteilen auch einige Herausforderungen mit sich.
(Bild: Michael Traitov - stock.adobe.com)

Edge Data Center sind gerade im IoT-Umfeld sinnvoll, weil sie hohe Latenzen vermeiden und vor Ort größere Datenmengen verarbeiten können. Sie entziehen sich damit aber dem direkten Zugriff der Mitarbeiter der zentralen IT. Das führt schnell zu unterschiedlichen Herausforderungen: Beispielsweise wird die Fehlersuche erschwert, wenn Geräte ausfallen oder nicht die Leistung bringen, die sie sollen. Hierzu muss die IT lokale Techniker in Kenntnis setzen, was zu tun ist. Außerdem sollte die zentrale IT ein klares Bild über die Verhältnisse vor Ort haben, um die Techniker entsprechend instruieren zu können.

Einfach ist es, wenn die IT-Hardware des Edge Data Centers in einem professionellen Colocation Data Center untergebracht ist, wo die IT sich auf geschulte Mitarbeiter verlassen kann. Anders ist die Lage, wenn das Edge Data Center in einem abgetrennten Bereich einer Produktionshalle steht und sich Mitarbeiter vor Ort mit der IT gar nicht auskennen. Noch größer sind die Probleme, wenn es gilt, in solchen Umgebungen Teile der Technik zu tauschen, zu erweitern und neue Server zu installieren. Ist bekannt, was verbaut ist, kann man das Ersatzteil gleich mitnehmen und spart sich eine weitere Anfahrt. Bei Erweiterungen muss sichergestellt sein, dass die Klimaleistung dafür noch ausreicht und die Stromversorgung redundant und groß genug auslegt ist, um die neue Hardware versorgen zu können. Diese Herausforderungen setzen sich bei der Netzwerkverkabelung und -konfiguration sowie der Glasfaser-Anbindung fort.