Internet of Things Droht aus dem Internet ein Splinternet zu werden?
Der utopische Glaube an eine Selbstregulierung des Internets ist weitgehend erloschen. Stattdessen könnten die 2020er das Jahrzehnt der Netzregulierung werden. Im Zuge könnte der globalen Cyberspace in nationale ‚Mini-Internets‘ aufgteilt werden – das ‚Splinternet‘.
Das Internet ist längst zur unverzichtbaren Lebensader der globalen Ökonomie geworden, durch die Corona-Pandemie hat dies noch einmal eine Verstärkung gefunden. Wir haben uns in vielfacher Hinsicht an das WWW, an das weltumspannende Kommunikationsnetz gewöhnt. Doch gibt es Kräfte, die dem Gedanken der freien, grenzüberschreitenden Kommunikation und Vernetzung zunehmend entgegenwirken. Aus dem Internet droht ein Splinternet zu werden. Schon heute gibt es Hinweise, wohin diese Entwicklungen in den nächsten 10 bis 20 Jahren führen könnten. Das Zukunftsbüro des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gibt mögliche Antworten auf diese und viele weitere Fragen. Mithilfe verschiedener, wissenschaftlicher Foresight-Methoden werden Hinweise auf zukünftige Entwicklungen und Zukunftstrends, die sich bereits in der Gegenwart andeuten, strukturiert zusammengefasst. Diese systematische Suche nach möglichen sozio-technologischen Zukunftsszenarien lässt auch Veränderungen im IoT erkennen.
Eine freier Raum ohne rechtliche Konzepte
Die Geschichte des Internets ist die einer Eroberung eines unbekannten, von ihr selbst geschaffenen Raums durch die Menschheit. Dieser neue Raum, der Cyberspace, entstand mit der kommerziellen Nutzbarmachung des Internets seit den 1980er Jahren, ermöglicht durch die Nutzung von TCP/IP-Protokollen. Einmal betreten, wurde das Neuland rasend schnell besiedelt. Schätzungen zufolge vollzogen sich im Jahr 1993 lediglich ein Prozent der Informationsflüsse der weltweiten Telekommunikationsnetze im Internet, während es nur sieben Jahre später zur Jahrtausendwende mit 51 Prozent bereits die Mehrheit des technischen Informationsaustausches beherrschte.
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