Expertenbeitrag

 Mauro Adorno

Mauro Adorno

Managing Director für Europa, ToolsGroup GmbH

Supply-Chain-Trends
Dringender Nachholbedarf: Lieferketten als kritische Infrastruktur

Von MA Alexander Stark 3 min Lesedauer

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Jedes Land ist davon betroffen, viele Menschen und Organisationen reden darüber, aber nur wenige handeln. Die Rede ist vom Aufbau einer robusten, globalen und durchgängigen Lieferketteninfrastruktur. Dabei ist sie für den Fortschritt von grundlegender Bedeutung.

Die Technologie, um eine kritische Infrastruktur für eine globale End-to-End-Lieferkette aufzubauen stehen zur Verfügung.(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Die Technologie, um eine kritische Infrastruktur für eine globale End-to-End-Lieferkette aufzubauen stehen zur Verfügung.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Im Jahr 2021 hatten die Lieferketten mit zahlreichen Herausforderungen zu kämpfen. Die Dinge sind nicht zur Normalität zurückgekehrt, wie viele Ende 2020 gehofft hatten. Anstatt dass sich die Auswirkungen von Corona auf die globale Lieferkette abschwächten, wurden sie durch das Zusammentreffen mehrerer Millionen von Bullwhip-Effekten erheblich verstärkt. Dies führte zu Engpässe in den Lieferketten für Produkte und deren Komponenten – von Halbleitern über Autoteile bis hin zu Kaffeebohnen.

Hinzu kam, dass so viele Unternehmen angesichts der Schwierigkeiten ihre Supply-Chain-Planung völlig aufgegeben hatten und damit die Situation noch verschlimmerten. Die Auswirkungen waren weitere globale Unterbrechungen, Bestandsaufstockungen, falsche Bestandsmischungen und Lieferkettenengpässe. Und diese Folgen dauern auch weiterhin an – analog könnte man hier auch vom Long Covid der Lieferkette sprechen.