Energie aus Umgebungslicht Dracula Technologies schließt Qualifizierungsprozess für Green Micropower Factory ab

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

Der französische Photovoltaik-Hersteller Dracula Technologies hat den Qualifizierungsprozess für seine „Green Micropower Factory“ in Valence abgeschlossen. In der Fabrik sollen organische PV-Module für IoT-Geräte hergestellt werden. Diese gewinnen ihre Energie aus dem Umgebungslicht.

Die organischen Solarzellen von Dracula Technologies gewinnen aus dem Umgebungslicht ihre Energie. Damit eignen sie sich für den Einsatz in IoT-Geräten. Auf Batterie kann künftig verzichtet werden.(Bild:  Dracula Technologies)
Die organischen Solarzellen von Dracula Technologies gewinnen aus dem Umgebungslicht ihre Energie. Damit eignen sie sich für den Einsatz in IoT-Geräten. Auf Batterie kann künftig verzichtet werden.
(Bild: Dracula Technologies)

Dracula Technologies hat die Qualifizierung seiner neuen Green Micropower Factory für die Massenproduktion von „LAYER“ bekannt gegeben. Organische Photovoltaikzellen sind in der Lage, aus Umgebungslicht Energie zu erzeugen. Dadurch eignen sich die PV-Module für Anwendungen mit geringem Stromverbrauch. Laut Dracula Technologies bieten die organischen PV-Zellen (OPV) eine Alternative zu herkömmlichen Batterien.

Mit dem Produktionsstart in der neuen Fabrik steigt die Produktionskapazität für organische PV-Module auf über 150 Millionen Quadratzentimeter pro Jahr. Damit kann die steigende Nachfrage nach energieautarken drahtlosen Sensoren und anderen elektronischen Geräten gedeckt werden.

Einsatz von energieautarken Geräten beschleunigen

Das Audit erfolgte durch Semtech, einem Anbieter von Hochleistungs-Halbleitern, IoT-Systemen sowie Cloud-Anbindung und zugleich Investor und strategischer Partner von Dracula Technologies. „Wir sind überzeugt von dem Potenzial dieser Anlage, energieeffiziente IoT-Anwendungen voranzutreiben“, sagte Olivier Seller, Technical Fellow, Wireless IP bei Semtech. „Dieses Audit bestätigt nicht nur die Robustheit der Fertigungsprozesse von Dracula Technologies, sondern auch sein Engagement für Nachhaltigkeit und Innovation. Durch die Produktion von organischen PV-Produkten in großem Maßstab können wir gemeinsam den Einsatz von energieautarken Geräten beschleunigen. Die geringere Abhängigkeit von herkömmlichen Batterien ebnet den Weg in eine nachhaltigere Zukunft.“

Die Green Micropower Factory ist eine hochmoderne, vollautomatisierte Produktionsanlage und mit einer Fläche von 2.500 Quadratmetern und die weltweit größte Fabrik für die Produktion von OPV-Produkten. Mittels präzisen, organischen Tintenstrahldruck werden dort OPV-Produkte mit der nachhaltigen, von Dracula Technologies patentierten OPV-Technologie produziert, die Energiegewinnung selbst bei schwachem Licht ermöglicht.

Bis 2030 plant Dracula Technologies, insgesamt 250 Mitarbeiter am Standort Valence in Frankreich zu beschäftigen. Valence liegt in der Region Auvergne-Rhône-Alpes und bietet strategische Vorteile hinsichtlich der industriellen Infrastruktur und der Nähe zu wichtigen Märkten in Europa.

Abschaffung herkömmlicher Batterien für IoT-Geräte

Die neue Fabrik steht im Einklang mit den europäischen Vorschriften zur schrittweisen Abschaffung herkömmlicher Batterien in IoT-Geräten. Die Green Micropower Factory ermöglicht die Produktion von nachhaltigen Modulen in großem Maßstab und markiert damit den Anfang vom Ende herkömmlicher Batterien.

Dracula Technologies möchte die Souveränität Frankreichs und Europas stärken, indem es die Abhängigkeit von Batterieimporten verringert und ausschließlich mit europäischen Lieferanten zusammenarbeitet. In Anerkennung seines Engagements wurde Dracula Technologies kürzlich zum Preisträger des Wettbewerbs „First Factory“ ernannt, einer Initiative im Rahmen der französischen Strategie zur Reindustrialisierung (France 2030), die vom französischen Staat mit fünf Mio. Euro gefördert wird.

Der Vergleich zur klassischen Solarzelle

Herkömmliche Solarzellen werden hauptsächlich aus kristallinem Silizium hergestellt. Silizium ist ein Halbleitermaterial, das hohe Reinheit und komplexe Verarbeitungsprozesse erfordert. Im Gegensatz dazu ist die LAYER-Technologie dünn, flexibel und leicht. Dies ermöglicht eine größere Vielfalt von Anwendungen, einschließlich tragbarer und eingebetteter Systeme. Die auf Kohlenstoffverbindungen basierenden Materialien können in dünnen Schichten auf Substrate aufgebracht werden. Der Vorteil für IoT-Sensoren ist, dass das Umgebungslicht als Energiequelle ausreicht.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partnerportal ELEKTRONIKPRAXIS erschienen.

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