Cybersecurity
So schützt Identity Security die digitale Produktion

Ein Gastbeitrag von Christian Goetz* 5 min Lesedauer

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Die digitale Überwachung und Steuerung von Produktionsanlagen bietet viele Vorteile, vergrößert aber auch die Angriffsfläche von Unternehmen. Ein umfassender Schutz der vielen menschlichen und nicht-menschlichen Identitäten reduziert die Risiken erheblich.

Um Produktionsumgebungen zu schützen, ist ein umfassender Ansatz für Identity Security notwendig, der alle digitalen Identitäten abdeckt.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Um Produktionsumgebungen zu schützen, ist ein umfassender Ansatz für Identity Security notwendig, der alle digitalen Identitäten abdeckt.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die Zeiten, da IT und OT strikt voneinander getrennt waren, sind längst vorbei. Produzierende Unternehmen haben ihre Maschinen und Anlagen in den vergangenen Jahren stärker vernetzt und viele neue Sensoren und Aktoren eingeführt, um Prozesse digital zu überwachen und zu steuern. Das einstige Air Gap zwischen den beiden Welten ist dadurch verschwunden – schließlich müssen MES- und ERP-Systeme reibungslos zusammenarbeiten und moderne Anwendungen die neuen digitalen Datenschätze auswerten, sei es im Rechenzentrum oder in der Cloud. Überdies benötigen Administratoren, externe Dienstleister und die Anbieter von OT-Systemen in der Regel einen Remote-Zugang für Wartungszwecke, da die Systeme über mehrere Produktionsstandorte verteilt oder in Sicherheitsbereichen stehen, die nicht einfach aufgesucht werden können.

Das alles hat dazu geführt, dass OT-Umgebungen inzwischen den gleichen Cybergefahren ausgesetzt sind wie IT-Umgebungen, nur dass sie häufig deutlich verwundbarer sind. Das liegt zum einen daran, dass Cybersecurity in der Produktion traditionell nicht dieselbe Priorität genießt wie Verfügbarkeit. Kein Wunder, können doch schon kleine Störungen der Maschinen und Anlagen die fein aufeinander abgestimmten Abläufe aus dem Tritt bringen und für große finanzielle Schäden sorgen. Zum anderen sind die OT-Systeme nicht selten sehr alt und werden schon seit Jahren nicht mehr mit Sicherheitsupdates versorgt. Laut dem Microsoft Digital Defense Report 2023 nutzen immerhin 25 Prozent der Geräte im OT-Bereich nicht länger unterstützte Betriebssysteme. Hinzu kommen vielfach hart-codierte oder nie geänderte Zugangsdaten – ein Problem, das ebenso wie ausbleibende Updates auch viele neuartige IoT-Geräte betrifft.