Vierte industrielle Revolution überschätzt?
Digitalisierung bringt kaum Produktivitätsfortschritte

Von Jürgen Schreier 4 min Lesedauer

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Alle reden von IoT, KI oder 3D-Druck: Doch die Impulse für die Produktivität seien eher gering, lautet die provozierende These des US-Ökonomen Robert J. Gordon. Ob dem auch hierzulande so ist, haben Forscher des IMK und der Universität Koblenz-Landau nachgeprüft.

Mehr Wachstum durch Digitalisierung? Manche Wissenschaftler bezweifeln das.(Bild:  pixabay)
Mehr Wachstum durch Digitalisierung? Manche Wissenschaftler bezweifeln das.
(Bild: pixabay)

Ob Industrie 4.0, IoT oder künstliche Intelligenz: Mehr Wachstum, Produktivität und Wohlstand lauten die Verheißungen der Digitalisierung. Fakt aber ist: Ganz so geschmeidig wie erwartet scheint die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft ins Zeitalter der vierten industriellen Revolution nicht zu verlaufen. Vor allem die erhofften positiven Effekte lassen - noch? - auf sich warten. Denn in den entwickelten Volkswirtschaften wächst die Produktivität trotz Digitalisierung immer langsamer, wie der der amerikanische Ökonom Robert J. Gordon von der Northwestern University in Evanston (Illinois) herausgefunden und in seinen Buch "The Rise and Fall of American Growth" dargestellt hat.

Als mögliche Ursache gelten neben einer zu geringen Nachfrage auch Probleme auf der Angebotsseite. Ein prominenter Erklärungsansatz läuft darauf hinaus, dass der Wachstumspfad flacher verläuft, weil die Produktivität kaum noch Fortschritte macht. Der Grund liegt für Gordon in der Tatsache, dass es zuletzt kaum noch "bahnbrechende" Innovationen gegeben habe.

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