3D-Druck
Digitaler Zwilling hilft bei der Prothesenherstellung

Ein Gastbeitrag von Alexander Chavez und Bettina Schoene* 4 min Lesedauer

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Eine Tasse sicher zu halten ist für Amputierte mit traditionellen Prothesen eine schwierige Aufgabe. Nicht jedoch mit dem bionischen Arm True-Limb von Unlimited Tomorrow. Mit Komponenten aus dem Xcelerator-Portfolio von Siemens Digital Industries Software und unter Einsatz des digitalen Zwillings stellen die Ingenieure des Unternehmens Prothesen her, mit denen ihre Träger nicht nur Tassen sicher halten können.

Unlimited Tomorrow setzt den digitalen Zwilling ein, um hochwertige, leichte und kostengünstige Armprothesen für Kinder und Erwachsene herzustellen.(Bild:  Siemens Digital Industries Software)
Unlimited Tomorrow setzt den digitalen Zwilling ein, um hochwertige, leichte und kostengünstige Armprothesen für Kinder und Erwachsene herzustellen.
(Bild: Siemens Digital Industries Software)

Easton LaChappelle begann seine Erfinderlaufbahn als Teenager, der zu Hause aus herumliegenden Teilen einen Roboterarm baute. Auf die Idee hatte ihn ein kleines Mädchen mit einer herkömmlichen Armprothese gebracht, das er bei einer Gesundheitsmesse kennengelernt hatte. Eine derartige Prothese kann 80.000 US-Dollar kosten, rund 1,8 Kilogramm wiegen und eine Lieferzeit von bis zu einem Jahr haben. Heute, mit 26, ist Easton LaChappelle CEO und Gründer von Unlimited Tomorrow. Das in Rhinebeck im Staat New York ansässige Start-up hat es sich zur Aufgabe gemacht, kostengünstige, leichte und anspruchsvolle Prothesen für Kinder und Erwachsene zu bauen. Dabei setzt Unlimited Tomorrow auf Software aus dem Xcelerator-Portfolio von Siemens Digital Industries Software, wie die CAD/CAM/CAE-Softwarelösung NX.

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Individualisierung mit leistungsstarker Software

Das Geschäftsmodell von Unlimited Tomorrow beruht auf Remote-Versorgung. Prothesen können bequem von zu Hause aus bestellt werden. Am Anfang steht ein 3D-Scan: Unlimited Tomorrow sendet seinen Kunden eine Scan-App, die auf einem mobilen Endgerät installiert wird. Dann scannt ein Familienmitglieder oder Freund den Armstumpf.