Intelligente Normen
Digitale Normen sind mehr als PDF-Dokumente

Aktualisiert am 06.06.2024 Ein Gastbeitrag von Bernd Löhle* 6 min Lesedauer

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Die Digitalisierung der Industrie schreitet voran. Oft bremsen allerdings Normen, die nur in Papierform oder als PDF-Dokument vorliegen, die digitalen Prozesse noch aus. Gebraucht werden digitale Normen, die sich leicht in Anwendungen einbinden und automatisiert verarbeiten lassen.

Digitale Normen vereinfachen und beschleunigen Abläufe rund um Anforderungen, Nachweise und Freigaben in der Industrie.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Digitale Normen vereinfachen und beschleunigen Abläufe rund um Anforderungen, Nachweise und Freigaben in der Industrie.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Normen sind aus der Industrie nicht wegzudenken. Sie helfen Unternehmen, sich über Anforderungen an Produkte, Services und Verfahren auszutauschen, deren Einhaltung zu überwachen und Nachweise zu erbringen. Unpraktisch ist, dass Normen trotz schnell voranschreitender Digitalisierung in der Industrie häufig noch als einfaches Dokument vorliegen – sei es auf Papier oder im PDF- oder HTML-Format. Dergestalt lassen sich ihre Inhalte nur schwer auslesen und kaum automatisiert verarbeiten, weshalb der Umgang mit Normen meist extrem zeitaufwendig ist und hohe Kosten verursacht.

Hinzu kommt, dass viele Unternehmen nicht nur Industrienormen nutzen, die von Institutionen wie dem Deutschen Institut für Normung (DIN) und der Deutschen Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE) erarbeitet werden, sondern auch selbst entwickelte Werksnormen. In diesen fassen sie üblicherweise die für sie relevanten Bestandteile mehrerer Industrienormen zusammen und ergänzen sie um eigene Anforderungen sowie konkrete Prüfungen, die Bauteile oder Materialien bestehen müssen. Der Vorteil: Statt bei der Bemusterung unzählige Dokumente zu referenzieren, reicht der Verweis auf die Werksnorm aus.