Fundierte Digitalisierungsstrategie
Digitale Firmenkultur: Nur Konsequenz führt zum Erfolg

Ein Gastbeitrag von Jan Rodig 6 min Lesedauer

Damit deutsche Maschinen- und Anlagenbauer im internationalen Vergleich nicht abgehängt werden, gilt es, sich konsequent auf die Digitalisierung einzulassen. Worin eine digitale Firmenkultur besteht, warum Unternehmen häufig damit fremdeln und wie sie den Wandel meistern.

Eine digitale Firmenkultur besteht aus drei Elementen, die stark miteinander verflochten sind und die sich gegenseitig beeinflussen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Eine digitale Firmenkultur besteht aus drei Elementen, die stark miteinander verflochten sind und die sich gegenseitig beeinflussen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Deutschlands Maschinen- und Anlagenbauer stecken in einer doppelten Krise. Einerseits müssen die 6.600 meist mittelständischen Unternehmen strategisch darauf achten, im globalen Wettbewerb nicht den Anschluss zu verlieren. Den Titel des Exportweltmeisters hat 2020 China übernommen, dessen Hersteller längst auch hochwertige, innovative Produkte anbieten und obendrein häufig günstiger sind. Andererseits haben die massiv gestiegenen Energiepreise, die Störungen in den globalen Lieferketten und die geopolitischen Unsicherheiten in Europa den Druck erhöht, kurzfristig nach Einsparpotenzialen zu suchen. Dies führt bei vielen Unternehmen dazu, dass jetzt ausgerechnet das infrage gestellt wird, was strategisch dringend notwendig wäre, um den Anschluss nicht zu verlieren: die Digitalisierung.

Der Grund: Viele Digitaleinheiten haben ihre Ziele nicht erreicht und die hohen Erwartungen, die das Management in sie gesetzt hat, nicht erfüllt. Schuld daran sind oft handwerkliche Fehler und mangelnde Konsequenz. Fehlt es an der richtigen Methodik, einer effektiven Organisation und am Verständnis, dass eine digitale Firmenkultur tiefgreifende Veränderungen mit sich bringt, kann es mit der Digitalisierung nicht klappen. Es ist in Ordnung, angesichts dieser großen Aufgaben mit kleinen Schritten anzufangen – aber immer in dem Bewusstsein, nicht auf halber Strecke stehen zu bleiben.