Expertenbeitrag

 Holger Engelland

Holger Engelland

Leiter des Datenrettungslabors bei Ontrack.

Datenrettung
Diese Prioritäten sollten Sie im Sinne Ihrer Daten setzen

Von Holger Engelland 5 min Lesedauer

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Viele IT-Abteilungen sind überlastet. Eine Studie zeigt: Stress führt zu Störungen und Datenverlust. Spätestens wenn sensible Daten verloren gehen oder kritische Infrastrukturen ausfallen, sollten Unternehmen ihre Prioritäten überdenken.

Unternehmen sollten sich bewusst sein, dass sie bei physischen Schäden Daten nur selten selbst aktiv wiederherstellen können. (Bild:  Ontrack)
Unternehmen sollten sich bewusst sein, dass sie bei physischen Schäden Daten nur selten selbst aktiv wiederherstellen können.
(Bild: Ontrack)

Ein dringendes Ticket hier, ein aufwendiges Systemupdate da – deutsche IT-Abteilungen haben alle Hände voll zu tun. Sie müssen sich um Anliegen ihrer Kollegen kümmern, neue Technologien aufsetzen und ganz nebenbei Unternehmensprozesse am Laufen halten. 77 Prozent der IT-Abteilungen bezeichnen sich als überlastet. Das ergab eine aktuelle Umfrage unter 150 IT-Mitarbeitern in Deutschland. Das spiegelt sich auch in den Arbeitszeiten wieder: 89 Prozent machen Überstunden, 40 Prozent sogar 6 bis 10 Stunden pro Woche.

Gerade vor Urlaubszeiten ist der Stress besonders groß. Geschenke müssen produziert und verschickt oder Dinge noch vor dem Urlaub abgearbeitet werden. Klar, dass es dann vermehrt zu Fehlern kommt. Über die Hälfte der Befragten hat wegen Stress und Überlastung schon mal einen Fehler gemacht. Fehler sind selbstverständlich menschlich. Doch wenn zum Beispiel ein System wegen Unaufmerksamkeit oder Zeitdruck falsch konfiguriert oder einmal falsch mit der Maus geklickt wird, sind Datenverlust oder Störungen die Folge. Fehler, die zu Datenverlust führen, sind etwa 84 Prozent der IT-Abteilungen in Deutschland schon mal passiert.