Krisenzeiten haben das Potenzial, Menschen näher zusammenrücken zu lassen und Solidarität zu fördern. E-Health-Angebote können ein wirksames Mittel zur Eindämmung des Coronavirus sein und so stellen aktuell verschiedene Anbieter ihre digitalen Lösungen kostenlos zur Verfügung.
E-Health-Angebote können aktiv bei der Eindämmung des Coronavirus unterstützen.
Durch die Corona-Krise erfährt Deutschland einen Digitalisierungsschub – auch im Gesundheitswesen. Digitale Lösungen entlasten das Gesundheitssystem und sind eine wichtige Unterstützung für Patienten, Ärzte und medizinische Teams, denn sie helfen dabei, die Kommunikation trotz Isolierung und Quarantäne aufrechtzuerhalten und ermöglichen Diagnostik, Verlaufskontrolle sowie Behandlung aus der Ferne.
Viele E-Health-Unternehmen sind sich ihrer Verantwortung in der Krise bewusst und reagieren solidarisch: Sie stellen ihre Services und Technologien kostenlos zur Verfügung, wie The Medical Network berichtet.
E-Health-Tools, die aktuell gratis zur Verfügung stehen
Siilo ist eine Messenger-App, die medizinische Fachkräfte miteinander vernetzt. Sowohl innerhalb eines Krankenhauses, aber auch institutionsübergreifend zu speziellen Themen. So lassen sich regionale und sogar globale Netzwerke knüpfen, in denen Ärzte, Forscher und Pflegepersonal Wissen teilen und relevante Informationen austauschen können, zum Beispiel zur Bettenbelegung, zu bestimmten Patienten oder zu konkreten Maßnahmen. Zur Website: www.siilo.com/de
KRY ist Marktführer im Bereich digitale Sprechstunde in Europa. Vergangenen Montag launchte das Unternehmen Care Connect by KRY, eine neue webbasierte Plattform, die es Ärzten ermöglicht, Video-Sprechstunden mit ihren Patienten abzuhalten. Sie steht jedem praktizierenden Arzt beziehungsweise medizinischem Personal in ganz Europa kostenfrei zur Verfügung. Die Sprechstunde ist für jeden Patienten, der Verdacht auf COVID-19 hat und dies beim Buchen des Termins angibt, umsonst. Zur Website: www.kry.de
Amboss ist eine digitale Lernplattform speziell für Medizinstudenten und Nachschlagewerk für Ärzte in einem. Ein 70-köpfiges Redaktionsteam aktualisiert und erweitert täglich fachgebietsübergreifende Inhalte zu Diagnostik- und Therapiethemen. Amboss stellt aktuell das Wissen rund um COVID-19 und andere relevante Inhalte wie aus den Bereichen Maschinelle Beatmung, Sepsis und ARDS kostenfrei zur Verfügung. So erhalten Ärzte auch ohne aktiven Amboss-Account jederzeit Zugang zu handlungsrelevanten Updates zum Coronavirus. Zur Website: www.amboss.com/de
Das Unternehmen Caspar Health führt für alle Reha-Einrichtungen in Deutschland digitale Sofortmaßnahmen wie Therapiepläne ein, um den physischen Kontakt vor Ort zu umgehen. Patienten können via Smartphone, Tablet oder PC Schulungen, Entspannungsübungen oder die Bewegungstherapie selbstständig zu Hause durchführen. Zur Website: www.caspar-health.com
Die Beekeeper GmbH stellt der Gesundheitsbranche in Deutschland ihre sonst kostenpflichtige Kommunikations-Beekeeper-App ab sofort für sechs Monate gratis zur Verfügung. Mitarbeiter bei Rettungsdiensten oder der Krankenhäuser können innerhalb der App datenschutzkonform und sicher in Echtzeit miteinander kommunizieren. Ein Live-News-Kanal streamt zudem Informationen des Robert-Koch-Institutes zu aktuellen Entwicklungen und Beschlüssen der Bundesregierung und der WHO. Zur Website: www.beekeeper.io/de
Ayouto bietet Patienten Online-Sprechstunden mit Psychologen und zertifizierten Coaches für schnelle Hilfe bei seelischen Problemen. Das erste Gespräch ist unverbindlich. Die Kosten dafür übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen. Alle weiteren Sitzungen sind kostenpflichtig, aber: Jeder zahlt nur so viel wie er kann. Die Lösung ist neu und ein Ergebnis des #WirVsVirus-Hackathons, der am vergangenen Wochenende stattfand. Trotzdem brachten die Macher bereits eine Beta-Version an den Start. Zur Website: www.ayouto.de
Kinderheldin.de bietet derzeit das erste Gespräch kostenlos an und hat eigens eine Corona-Hotline eingerichtet. Auf der Plattform können sich Schwangere und Mütter von erfahrenen Hebammen online per Video-Chat oder Anruf Beratung holen, unter anderem zu Themen wie Ernährung und Sport während der Schwangerschaft, Stillen oder Wochenbett-Tipps. Zur Website: www.kinderheldin.de
Auch Allm stellt Basis-Lizenzen zur Nutzung ihres klinischen Messengers Join momentan gratis zur Verfügung. Die Kommunikations-App beinhaltet neben Textnachrichten, Voice-Messages und Videotelefonie auch dediziert medizinische Funktionen. So lässt sich beispielsweise ein integrierter DICOM-Viewer nutzen, mit dem medizinische Bilder (beispielsweise CTs, die zur COVID-19-Diagnose eingesetzt werden) auf das Smartphone gestreamt werden können. Zur Website: www.krankenhaus-messenger.com
Um zu helfen, dass der Gesundheitssektor aber auch Ministerien, Behörden, Städte und Kommunen in dieser Ausnahmesituation reibungslos weiterarbeiten können, stellt der IT-Dienstleister publicplan drei seiner Werkzeuge für die digitale Zusammenarbeit kostenfrei zur Verfügung. Das Angebot gilt bis mindestens Ende des Jahres und beinhaltet folgende Lösungen, die alle auf Open-Source-Software basieren: GovPad ermöglicht es, datenschutzkonform gemeinsam an Dokumenten zu arbeiten. Mit dem Messenger GovChat können Teams sicher und geschützt kommunizieren und die Jitsi-Videokonferenz hilft dabei, Besprechungen mit Kollegen durchzuführen. Zur Website: www.publicplan.de
Stand: 08.12.2025
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