3D-Modelle und Virtual Reality
Die Rolle von VR im Industrial Metaverse

Ein Gastbeitrag von Rolf Illenberger* 5 min Lesedauer

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Welches Potenzial hat das Metaverse, im industriellen Kontext genutzt zu werden? Die technischen Bausteine – insbesondere Konstruktionsdaten und 3D-Modelle – sind jedenfalls schon vorhanden. Es wird nun darauf ankommen, sie richtig in VR-Umgebungen einzubinden.

Das Industrial Metaverse schafft ein digitales Abbild der Produktionsumgebung, macht Datenströme und Optimierungspotenziale sichtbar und ermöglicht Zusammenarbeit aus der Ferne.(Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
Das Industrial Metaverse schafft ein digitales Abbild der Produktionsumgebung, macht Datenströme und Optimierungspotenziale sichtbar und ermöglicht Zusammenarbeit aus der Ferne.
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

Die deutsche Industrie ist nicht dafür bekannt, jedem Hype blind zu folgen. Kein Wunder also, dass das Thema Metaverse in der Branche bisher eher verhalten diskutiert wird. Und so wurde die erste Nennung des Begriffs “Industrielles Metaverse” auch nicht von einem Industrie-, sondern von einem IT-Unternehmen getroffen: Microsofts Deutschland-Chefin Marianne Janik prophezeite auf der Hannover Messe, dass das Metaverse künftig auch in der Industrie eine maßgebliche Rolle spielen werde, indem sie die “digitale Modellierung von Produktionsprozessen” und die Nutzung digitaler Zwillinge ermöglicht.

Zwar wurden im Jahr 2021 bereits rund 57 Milliarden US-Dollar in das Metaverse investiert und in den ersten fünf Monaten des Jahres 2022 wurde diese Zahl mit 120 Milliarden US-Dollar sogar noch übertroffen. Trotzdem sind die B2B-Nutzungsszenarien vor allem in der Industrie noch recht überschaubar. Eigentlich verwunderlich, denn die Voraussetzungen für die Metaverse-Nutzung sind auf dem Shopfloor und drum herum nicht die schlechtesten.