Use Case
Die Qual der Wahl: Kamera oder Sensor für das IoT?

Von Michael Matzer* 6 min Lesedauer

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Ein deutscher Hersteller für Verbindungteile wollte ein manuelles Produktzählverfahren durch eine IoT-Lösung ersetzen. Die Wahl zwischen einem Kamera- und einem Sensor-basierten System fiel schwer. Datenschutz, Kosten und Lichtverhältnisse sprachen dann für Sensorik. Eine gute Entscheidung?

Entgegen allen Befürchtungen ließ sich das Sensor-basierte System schnell in Betrieb nehmen. (Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Entgegen allen Befürchtungen ließ sich das Sensor-basierte System schnell in Betrieb nehmen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Das deutsche Unternehmen Kamax ist ein weltweit agierender Hersteller von hochfesten Verbindungsteilen, die mittels Kaltumformung produziert werden. Dabei ist die Qualität der Werkstücke von großer Bedeutung für den Umfang des Ausschusses beziehungsweise für die Effizienz des Verfahrens. Um den Ausschuss zu reduzieren, wollte das Unternehmen die Qualitätskontrolle verbessern und möglichst in Echtzeit ausführbar machen. So soll eine Fehlproduktion möglichst frühzeitig entdeckt und unterbunden werden.

Kamax wollte dabei eine vollständig verwaltete Lösung für die gesamte Fabrik. Sie sollte Daten von den Maschinen erfassen, verarbeiten und schnellstens der Analytik zur Verfügung stellen, um die betriebliche Effizienz und somit den Ertrag zu steigern. Der Knackpunkt sind die Schnittstellen, an denen die Daten erfasst und in einem Zyklus an die Maschine zurückgegeben werden, etwa für einen Not-Stopp. Hierfür boten sich zwei Optionen an, die beide ihre Vor- und Nachteile aufwiesen.