Vernetzte Produktion
Die ideale Datenarchitektur in der Smart Factory

Von Dr. Stefan Schwarz* 4 min Lesedauer

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Das Konzept der Smart Factory beruht auf intelligenter Vernetzung von Produktions- und Logistiksystemen auf der Grundlage leistungsfähiger Datenanalysen. Welche Merkmale sollte die ideale Datenarchitektur in einer intelligenten Fabrik haben?

Die Smart Factory braucht ein intelligentes Systems, das sich aus den Fesseln von Komplexität und hohen Kosten befreit.(Bild:  gemeinfrei // Pexels)
Die Smart Factory braucht ein intelligentes Systems, das sich aus den Fesseln von Komplexität und hohen Kosten befreit.
(Bild: gemeinfrei // Pexels)

Ob Predictive Maintenance oder die Optimierung von Anlagen auf Basis von Simulationen – moderne Produktionsprozesse erfordern ausgefeilte Datenverarbeitung, oft in Echtzeit. Zentralisierte Systeme sind hierfür nicht schnell genug. An die Stelle der zentralen, hierarchischen Steuerung aus einem singulärem 'Anlagengehirn' tritt das Konzept der dezentralisierten Intelligenz.

Verteilte Intelligenz macht flexibel

Die intelligente Fabrik bedient sich dezentraler Architekturen. Dabei wird die Entscheidungsfunktion von der zentralen Instanz auf einzelne Komponenten verlagert, die sich selbst steuern. Damit das gelingt, müssen sie vernetzt sein und miteinander kommunizieren. Auf diese Weise lassen sich Probleme im Produktionsablauf genau an der Stelle lösen, an der sie entstehen. Die zentrale Intelligenz übernimmt die Koordination der Komponenten, stellt die Kongruenz der lokalen Lösungen sicher und sorgt für eine durchgängige Integration. Die Lösung sehr komplexer Problemstellungen sowie das Lernen aus Basis vieler dezentraler Einheiten ('crowd learning') bleibt ebenfalls der zentralen Steuerung vorbehalten.