Cybersecurity
Die fünf schlimmsten Cyberangriffe auf ICS-Systeme

Von Julia Moßner 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Industrieunternehmen und kritische Infrastrukturen stehen verstärkt im Visier von Cyberkriminellen. Kein Wunder also, dass es in der jüngsten Vergangenheit zu einigen gravierenden Sicherheitsvorfällen kam.

Experten im Security Operations Centre von Airbus CyberSecurity in Ottobrunn bei München.(Bild:  Airbus (Bilfinger/Alpensektor))
Experten im Security Operations Centre von Airbus CyberSecurity in Ottobrunn bei München.
(Bild: Airbus (Bilfinger/Alpensektor))

Das Zeitalter der Industrie 4.0 bringt eine klare Tendenz mit sich: Immer mehr industrielle Steuerungssysteme (Industrial Control Systems, ICS) sind mit dem Internet verbunden. Dies entspricht den Forderungen der digitalisierten Wirtschaft nach dynamischen und höchst effizienten Automatisierungsprozessen mit organisationsübergreifendem Datentransfer, macht Industriekomponenten aber auch angreifbar.

Cyberkriminelle profitieren davon, dass Produktionsumgebungen teilweise noch aus einer Zeit stammen, in der Industriesysteme als isolierte, offline arbeitende Einheiten betrachtet wurden. Folglich waren damals Sicherheitsmaßnahmen wie Authentifizierung, Passwortmanagement oder Zugriffskontrolle nicht unbedingt notwendig gewesen und oftmals wurden sie nur lückenhaft nachgerüstet. Zudem kommen in heutigen ICS-Umgebungen nicht selten Komponenten vieler unterschiedlicher Hersteller zum Einsatz, was die Transparenz und Überwachung der IT-Sicherheit erschwert. Dies spielt Angreifern in die Karten, wenn sie beispielsweise eine zielgerichtete APT-Attacke (Advanced Persistent Threat) planen, um unbemerkt und über einen möglichst langen Zeitraum Daten abzugreifen.