Interview Raffaello Lepratti, Mendix
“Die Dringlichkeit, Prozesse schnell anzupassen, hat auch Low-Code einen enormen Schub gegeben“

Das Gespräch führte Sebastian Human 5 min Lesedauer

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Low-Code gilt als Lösung für viele Probleme: vom Bedarf nach kürzeren Software-Entwicklungszeiten bis zum oft thematisierten Fachkräftemangel. Nutzen Low-Code-Anbieter den Programmier-Ansatz selbst? Was ist mit den Risiken? Ein Interview mit Raffaello Lepratti von Mendix gibt Antwort.

Als Gegenentwurf zu komplexem Programmcode ermöglicht es Low-Code, Mitarbeiter ohne speziellen IT-Hintergrund in Digitalisierungsprojekte miteinzubeziehen, sagt Dr. Raffaello Lepratti.(Bild:  gemeinfrei/Mendix / Pexels)
Als Gegenentwurf zu komplexem Programmcode ermöglicht es Low-Code, Mitarbeiter ohne speziellen IT-Hintergrund in Digitalisierungsprojekte miteinzubeziehen, sagt Dr. Raffaello Lepratti.
(Bild: gemeinfrei/Mendix / Pexels)

Die Idee von Low-Code ist so simpel wie genial. Mittels intuitiver Bedienbarkeit einer Software, die vorgefertigte Code-Bausteine zu gebrauchsfertigen Apps werden lässt, sollen Profis wie Citizen Developers vom deutlich reduzierten Programmieraufwand profitieren. Wie hat sich die Nachfrage nach solchen Angeboten entwickelt, profitieren Konzerne mehr als KMU und wie steht es um die Risiken, die mit dem Low-Code-Ansatz einhergehen? Diese und weitere Fragen haben wir Dr. Raffaello Lepratti, der als Vice President bei der Siemens-Tochter Mendix arbeitet und die Industrial Manufacturing Cloud des Low-Code-Anbieters verantwortet, gestellt.

Herr Lepratti, das Thema Low-Code zieht immer weitere Kreise. In einem Working Paper hat beispielsweise auch die Hans-Böckler-Stiftung, die dem Deutschen Gewerkschaftsbund entspringt, dessen Einsatz eine hohe Relevanz attestiert. Wie steht es aktuell um das tatsächliche Interesse an diesem Programmierungsansatz?