Netzwerkmanagement
Die deutsche Industrie muss ihre Abhängigkeiten reduzieren

Von Florian Schönknecht* 3 min Lesedauer

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Die deutsche Industrie hat sich in der Vergangenheit stark von außereuropäischen Produktionen abhängig gemacht. Das bedeutet nicht nur lange Wartezeiten, sondern auch Hemmungen in der Energiewende.

Herstellerunabhängiges Netzwerkmanagement kann beim Aufbau zukunftsfähiger Produktionskapazitäten helfen.(Bild:  gemeinfrei / Pexels)
Herstellerunabhängiges Netzwerkmanagement kann beim Aufbau zukunftsfähiger Produktionskapazitäten helfen.
(Bild: gemeinfrei / Pexels)

Spätestens durch den Ukrainekrieg ist deutschen Politkern und Entscheidern aus der Wirtschaft eines schmerzlich bewusst geworden: Das über viele Jahre gelebte Mantra des „Wandel durch Handel“ ist gescheitert. Deutschland hat sich durch die Inanspruchnahme günstiger Gaslieferungen aus Russland selbst in die Enge getrieben und erpressbar gemacht. Das Gebot der Stunde ist, neue und verlässliche Alternativen für das russische Gas aufzutun. Die Suche nach neuen Lieferanten auf dem Weltmarkt ist kompliziert und stellt die deutsche Politik vor schmerzliche Dilemmata.

Chips und Elektronik sind Schlüsselprodukte für die Industrie 4.0

Doch eine weitere schwerwiegende Abhängigkeit bleibt aufgrund des Konfliktes in der europäischen Nachbarschaft zum großen Teil unbeachtet: Die deutsche Industrie ist auf Rohstoffe und industrielle Vorprodukte aus China angewiesen. Wer sich heute einen Neuwagen bestellt, wird aufgrund fehlender Elektronikkomponenten mit langen Wartezeiten konfrontiert. Ähnlich sieht es bei Unterhaltungselektronik sowie Smartphones und PCs aus. Das Problem ist, dass der Großteil benötigter Chips in Asien produziert wird.