Lieferzeiten
Die Black Box wird zur White Box – Echtzeittransparenz revolutioniert Lieferkette

Von Thomas Spieker* 4 min Lesedauer

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Bei Versandhändlern wie Amazon, Zalando und Co. ist es längst üblich, Bestellungen online nachzuverfolgen. Und auch im B2B-Umfeld ist das Wissen um die wahrscheinliche Ankunftszeit eines LKW (ETA – Estimated Time of Arrival) eine wichtige Kennzahl in der Logistik.

Gelingt es, Echtzeittransparenz in die eigenen Logistikprozesse zu bringen, profitieren alle Beteiligten.(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Gelingt es, Echtzeittransparenz in die eigenen Logistikprozesse zu bringen, profitieren alle Beteiligten.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Dass eine Echtzeit-Lieferkettentransparenz im B2B-Umfeld lange nicht möglich war, liegt zum einen an der schieren Größe und Heterogenität des Marktes. Allein in Europa gibt es rund 600.000 Logistikanbieter, die bis zu 600 Telematik-Systeme verwenden, um die Positionsdaten ihrer Fahrzeuge zu ermitteln.

Zum anderen war es bis vor wenigen Jahren technisch nicht möglich, solch ein komplexes Tracking-System aufzusetzen. Es fehlten eine ausreichende Datengrundlage und bezahlbare Rechenkapazitäten. Mit modernen Algorithmen, künstlicher Intelligenz und Big Data lassen sich inzwischen ETAs von Lieferungen so exakt vorhersagen und kommunizieren, dass mögliche Verspätungen Produktionsabläufe nicht mehr durcheinander bringen oder zu langen Wartezeiten an Laderampen führen, die ihrerseits in noch größeren Verspätungen münden. Entsprechende Plattformlösungen sind in der Lage, dieses aus dem B2C-Bereich bekannte Szenario auf Basis von KI in den B2B-Kontext zu übertragen – Termine für Warenlieferungen werden mit einer Genauigkeit von bis zu 98 Prozent berechnet.