Achtung, Achtung! Die Allianz hält KI für eine große Gefahr für Unternehmen

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

Wie die Allianz schätzt, mutierte der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) zu einem globalen Geschäftsrisiko der obersten Kategorie ...

Künstliche Intelligenz wird von vielen Unternehmen als Enabler für den Erfolg der Zukunft betrachtet. Doch man muss auch vorsichtig sein und die Probleme kennen, wie die Allianz mahnt. Hier folgt ein Bericht, der die größten Risiken durch KI für Unternehmen aufzeigt ...(Bild:  Attackatack)
Künstliche Intelligenz wird von vielen Unternehmen als Enabler für den Erfolg der Zukunft betrachtet. Doch man muss auch vorsichtig sein und die Probleme kennen, wie die Allianz mahnt. Hier folgt ein Bericht, der die größten Risiken durch KI für Unternehmen aufzeigt ...
(Bild: Attackatack)

Im neuen Risikobarometer des Unternehmensversicherers Allianz Commercial ist die KI mittlerweile vom zehnten auf den zweiten Platz hinter dem langjährigen Spitzenreiter Cyberkriminalität emporgeschossen, wie man jetzt erfährt. Beide Aspekte stehen aber nicht zuletzt auch in einem Zusammenhang! Denn Hacker nutzen immer öfter die Möglichkeiten der KI für ihre Attacken, wie es weiter heißt. Es brauche aber nicht unbedingt einen Cyberkriminellen, um Schaden zu erleiden. Etwa dann, wenn Manager und Mitarbeiter auf Basis falscher Daten und Informationen falsche Entscheidungen fällen, wie man zu bedenken gibt. Auf Rang drei der größten globalen Geschäftsrisiken durch KI stehen in diesem Jahr außerdem Betriebsunterbrechungen. Und auch in dieser Hinsicht kann man eine Verbindung zu Cyberangriffen feststellen, so die Allianz. Denn eine häufig auftretende Ursache von Betriebsunterbrechungen ist die sogenannte Online-Erpressung, bei der die Hacker die Rechnersysteme eines Unternehmens per Verschlüsselung lähmen. Dann fordern sie für die Entschlüsselung hohe Summen. Die Einschätzungen basieren auf der Befragung von 3.338 Fachleuten aus 97 Ländern im vergangenen Herbst. Die Antworten der Befragten unterscheiden sich aber auch von Land zu Land – allerdings nicht grundlegend! So landeten die KI-Risiken in Deutschland auf Platz vier, in der Schweiz auf dem zweiten Rang, in Österreich dagegen sogar auf Platz eins.

Künstliche Intelligenz ist mit Vorsicht zu genießen

Alles in allem nutzten Cyberangreifer die KI unter anderem auch für die Perfektionierung des sogenannten Social Engineering, um sich so als Führungskräfte darzustellen, um die Mitarbeiter damit zu täuschen. Durch Schreiben von individuell sehr angepassten E-Mails etwa, durch die man aufgefordert wird, hier und dort zu klicken, oder sonst etwas Dringliches tun soll – sei es mit Clonings oder Sprachgenerierung. Mittlerweile gibt es laut Allianz sogar gut gefälschte Videos von Entscheidern. Die große Mehrzahl der Angriffe, die man registriere, erfordere außerdem nach wie vor, dass ein Mensch den Forderungen nachkomme, damit der Angriff durchschlage. Aber Attacken von außen seien nur eine Seite des Problems. Denn Risiken für Unternehmen birgt wohl auch die ganz legale Verwendung von KI-Software durch die eigenen Mitarbeiter und Führungskräfte. Die KI arbeitet per Definition nämlich mit einem gewissen Grad an Autonomie und deswegen können die Ergebnisse falsch oder sogar frei erfunden sein. Und falsche oder auch diskriminierende KI-Ergebnisse können nicht zuletzt zu Rechtsstreitigkeiten oder negativen Presseberichterstattungen führen, die auf Kosten der Reputation eines Unternehmens gehen. Zu den KI-eigenen Risiken zählten aber auch Urheberrechtsverletzungen, wenn die Software geschützte Informationen einfach abschreibe und/oder verwende.

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