Deutschland, deine Rechenzentren
Fehlt Deutschland die Hardware für die KI-Marktführerschaft?

Von Henrik Hasenkamp 9 min Lesedauer

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Die Anzahl der Rechenzentren in Deutschland hat sich in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt, doch der Anteil an Serverhardware sinkt. Die USA und China investieren deutlich mehr. Kann Deutschland im KI-Wettlauf bestehen oder scheitert es an fehlenden Investitionen?

Scheitern die Ambitionen deutscher KI-Unternehmen an fehlenden Investitionen in die benötigte infrastrukturelle Hardware?(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Scheitern die Ambitionen deutscher KI-Unternehmen an fehlenden Investitionen in die benötigte infrastrukturelle Hardware?
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Es ist paradox: von 2013 bis 2023 hat sich die Anzahl von Rechenzentren in Deutschland nahezu verdoppelt, so der Bitkom. Und trotzdem sinkt der Anteil von Serverhardware in Deutschland im internationalen Vergleich immer weiter. Der einfache Grund dafür lautet: Märkte wie die USA und China investieren deutlich mehr und bauen immer schneller neue Rechenzentren. Kann Deutschland so seine Position im globalen Wettlauf um künstliche Intelligenz behaupten?

Warum Deutschland dringend aufholen muss

Um sich die Investitionssummen einmal zu vergegenwärtigen, hilft das jüngste Beispiel von Meta. Anfang des Jahres hat Meta 100 Millionen US-Dollar in Nvidia KI-Chips investiert. Also in genau jene raren Chips, die aktuell wie kein anderes Produkt auf dem Markt in der Lage sind, große Mengen an Daten in kürzester Zeit zu verarbeiten. Und das ist entscheidend für den Einsatz von KI-Lösungen, da diese Systeme grundsätzlich enorme Datenmengen verarbeiten müssen.