VDMA-Umfrage zur additiven Fertigung Deutsche 3D-Druck-Branche positiv gestimmt

Quelle: Pressemitteilung VDMA 2 min Lesedauer

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Die Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing im VDMA hat ihre rund 200 Mitgliedsunternehmen zur Geschäftsentwicklung befragt. Der Rück- und Ausblick fallen positiv aus.

3D-Druck-Dienstleister Oechsler produziert bereits additiv und in Serie Fahrradsättel mit dämpfenden Gitterstrukturen. Zum Einsatz kommen hier die DLP-Technologie von Carbon als auch die MJF (Multi Jet Fusion)-Technologie von HP. (Bild:  D. Quitter - VCG)
3D-Druck-Dienstleister Oechsler produziert bereits additiv und in Serie Fahrradsättel mit dämpfenden Gitterstrukturen. Zum Einsatz kommen hier die DLP-Technologie von Carbon als auch die MJF (Multi Jet Fusion)-Technologie von HP.
(Bild: D. Quitter - VCG)

Additive Fertigungsverfahren (AM), zu denen der 3D-Druck gehört, finden in der industriellen Produktion immer mehr Anwendung und gewinnen damit weiter an Bedeutung. „Vier Fünftel unserer Mitgliedsunternehmen haben in den vergangenen zwölf Monaten steigende Umsätze verzeichnet. Bei jedem Zweiten bewegten sich die Zuwächse laut unserer aktuellen Frühjahrsumfrage in teils deutlich zweistelligen Prozentbereichen“, berichtet Dr. Markus Heering, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing im VDMA.

Auch der Ausblick auf die kommenden 24 Monate falle positiv aus: So gehen laut VDMA 87 Prozent der Befragten von einer ansteigenden Entwicklung ihrer Umsätze im deutschen Markt aus. Weitere 12 Prozent erwarten ein gleichbleibendes Geschäftsklima. Auch bei den Exporterwartungen überwiegt der Optimismus. Fast zwei Drittel der Mitgliedsfirmen rechnen mit Zuwächsen und ein weiteres Drittel mit Ausfuhren auf dem aktuellen Niveau. Lediglich vier Prozent erwarten in den kommenden zwei Jahren rückläufige Auslandsgeschäfte.

Europa als wichtigster Absatzmarkt

Wie der VDMA mitteilt, liegen für 78 Prozent der Befragten die wichtigsten Exportmärkte in der EU, auch die USA haben hohe Relevanz. 20 Prozent geben China, Asien und sonstige Länder als wichtigste Zielmärkte für ihre Ausfuhren an. Bei dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich. Umgekehrt registrieren 55 Prozent der Mitgliedsfirmen im deutschen Markt zunehmenden internationalen Wettbewerb, der vor allem von Anbietern aus den USA, China, Frankreich und UK ausgehe.

Serienbauteile nehmen zu

Neben der wachsenden Internationalisierung spricht auch der immer breitere Einsatz additiv gefertigter Bauteile für die fortschreitende Industrialisierung der AM-Branche. Prototyping macht nach Angaben des VDMA nur noch 38 Prozent der Anwendungen aus. Auf Serienbauteile (28 Prozent), Werkzeuge (10 Prozent) und Ersatzteile (6 Prozent) entfielen in Summe bereits 44 Prozent der Anwendungen. Knapp zwei Drittel der befragten Unternehmen wollen ihr Produktspektrum in den nächsten zwölf Monaten erweitern, heißt es. Sie erwarten durch die neuen Produkte positive Effekte für ihre Geschäftsentwicklung. Häufig werde in dieser Hinsicht auch verstärkte Forschung und Entwicklung, das Erschließen neuer Märkte und der Ausbau der Produktionskapazitäten genannt.

Relevante Themen für die weitere Marktentwicklung

Als relevante Themen für die weitere Marktentwicklung gaben etwa die Hälfte aller Befragten an, dass eine Ausweitung des Anwendungsspektrums, verstärkte Serienfertigung sowie das Vorantreiben der Technologieentwicklung für sie höchste Relevanz haben. Allerdings bleiben die Kosten bei 67 Prozent aller Antworten das Top-Thema. Daneben treiben die Fragen rund um die AM-Prozesse – also die Reproduzierbarkeit, Stabilität und Geschwindigkeit, Qualitätssicherung und Normung jeweils mehr als ein Drittel der Befragten um.

Die aktuelle Mitgliederbefragung umfasste Fertigungsdienstleister, Post-Process-Spezialisten, industrielle Anwender, AM-Anlagenhersteller und deren Zulieferer sowie Anbieter von Software, Materialien und Beratung. Zu den Teilnehmenden gehörten auch Forschungsinstitute. Die Befragung deckt damit die ganze Bandbreite an direkten und indirekten AM-Verfahren für die Verarbeitung von Metallen, Kunststoffen und keramischen Materialien ab.

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