Industrie 4.0
Der Mensch kehrt zurück in die Produktionshalle

Von Ines Stotz 5 min Lesedauer

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Zu viel Automatisierung führt zu Innovationsstillstand. So setzt Toyota bei der weiteren Entwicklung des Unternehmens nicht auf Software oder Roboter, sondern auf die Mitarbeiter. Und die Technologie-Initiative Smart Factory KL setzt verstärkt auch auf Handarbeitsplätze

Smart Factory KL baut derzeit eine Shared Production auf drei Standorte verteilt in Kaiserslautern auf und integriert hier bewusst viele Handarbeitsplätze.(Bild:  Smart Factory KL)
Smart Factory KL baut derzeit eine Shared Production auf drei Standorte verteilt in Kaiserslautern auf und integriert hier bewusst viele Handarbeitsplätze.
(Bild: Smart Factory KL)

Maschinen können sich nicht alleine weiterentwickeln. Deshalb bedeutet völlige Automatisierung Stillstand. „Roboter verbessern Prozesse nicht. Nur Menschen können Prozesse verbessern. Darum sollten sie immer im Mittelpunkt stehen,“ sagt Mitsuru Kawai, Vizepräsident und Fertigungschef von Toyota.

Auch Künstliche Intelligenz (KI) wird nicht von sich aus immer schlauer. „KI sehen wir als erweiterte Intelligenz des Menschen. Sie ist schnell, aber nicht klug. Wenn ihr kein Mensch beibringt, was richtig und was falsch ist, dann bleibt sie im besten Falle stehen. Oder macht im Extremfall ihre Arbeit immer schlechter,“ ergänzt Prof. Martin Ruskowski, Vorstandsvorsitzender der Smart Factory Kaiserslautern. „Wir brauchen die Menschen in der Fabrik als Ideenmotoren, aber auch wegen ihrer handwerklichen Flexibilität. Deshalb setzen wir in unserer hochautomatisierten Demonstratorlandschaft zusätzlich auf Handarbeitsplätze.“