Interview
“Der Bedarf an individueller Unternehmenssoftware wächst viel schneller als die weltweit verfügbaren Programmierer-Kapazitäten“

Von Sebastian Human 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Low-Code ist gerade für kleine und mittlere Unternehmen eine attraktive Alternative, um dem IT-Fachkräftemangel zu begegnen. Welche Rolle spielt die Covid-19-Pandemie für die Entwicklung dieses Ansatzes und wird 2021 tatsächlich das Jahr des Low Code? Ein Gespräch mit Johan den Haan von Mendix.

Ohne entsprechendes Fachwissen gestalten sich selbst vermeintlich simple Programmieraufgaben für Unternehmen oft zur Herkulesaufgabe – hier kann Low-Code helfen.(Bild:  gemeinfrei / Mendix /  Pixabay)
Ohne entsprechendes Fachwissen gestalten sich selbst vermeintlich simple Programmieraufgaben für Unternehmen oft zur Herkulesaufgabe – hier kann Low-Code helfen.
(Bild: gemeinfrei / Mendix / Pixabay)

Herr den Haan, in einer vor wenigen Wochen veröffentlichten Pressemeldung rufen Sie bei Mendix 2021 „The Year of Low-Code“ aus. Wie kommen Sie zu dieser Einschätzung?

Das Analystenhaus Forrester schätzt, dass bereits in diesem Jahr 75 Prozent der gesamten Unternehmenssoftware mit Low-Code-Technologie erstellt werden. Das hat Branchenexperten dazu veranlasst, das Jahr 2021 schon jetzt als "The Year of Low-Code" zu bezeichnen. Das mag verfrüht sein. Sicher aber ist: Der Bedarf an individueller Unternehmenssoftware wächst viel schneller als die weltweit verfügbaren Programmierer-Kapazitäten. Immer mehr Unternehmen richten deshalb App-Factories ein, um mit Hilfe von modellbasierter Software-Entwicklung, das ist Low-Code, mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Digitalisierung zu involvieren.