Kommentar
Datenmanagement wird immer wichtiger

Von Nico Litzel 4 min Lesedauer

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Im Zeitalter von Internet, Social Media und verfälschten Nachrichten befindet sich die Gesellschaft in einer Vertrauenskrise. Verbraucher sind skeptisch gegenüber dem, was sie lesen, hören und sehen. Sogenannte alternative Fakten verwischen die Wahrnehmung dessen, was real und was fiktiv ist.

Unternehmen benötigen neue Prozesse für die Kontrolle ihrer Daten.(Bild:  gemeinfrei / Pexels)
Unternehmen benötigen neue Prozesse für die Kontrolle ihrer Daten.
(Bild: gemeinfrei / Pexels)

Neben dem Misstrauen gegenüber der Integrität der erhaltenen Informationen fehlt es Verbrauchern an Vertrauen in die Absichten von Unternehmen rund um die Verarbeitung der eigenen personenbezogenen Daten. Diese Vertrauenslücke hat sich weltweit in politischen Demonstrationen, Markenboykotten und anderen Formen des Widerstands manifestiert. Auch spielt die Thematik durch neue Vorschriften zum Schutz der Privatsphäre von Personen in der Technologiebranche eine wichtige Rolle. Mangelndes Vertrauen in ein Unternehmen führt bei Kunden zur Verunsicherung und kann dazu führen, dass Verbraucher bei einem anderen Anbieter kaufen. Um die Vertrauenslücke zu schließen, benötigen Organisationen eine Strategie, die Transparenz durch Datenmanagement schafft und dabei hilft, die gängigen Vorschriften wie die DSGVO einzuhalten.

Aber auch die eigenen Mitarbeiter trauen ihren Unternehmensdaten nicht uneingeschränkt. Diesen Rückschluss legt eine Studie von Talend nahe: Weniger als ein Fünftel der Anwender, die operativ mit Daten arbeiten – darunter Data Analysts, Data Scientists und Data Quality Manager – haben volles Vertrauen in die Fähigkeit ihres Unternehmens, die Datenschutzvorschriften zu kontrollieren. Darüber hinaus zeigte die Untersuchung, dass es eine signifikante Wahrnehmungslücke zwischen operativen Data Workers und der Führungsetage gibt. So haben Manager ein wesentlich höheres Maß an Vertrauen in diese Kontrollfähigkeiten als die Mitarbeiter, die tatsächlich mit den Daten arbeiten. Die Folge davon ist, dass die eigenen Mitarbeiter oftmals nicht den Daten innerhalb ihrer Organisation vertrauen.