Expertenbeitrag

 Stefan  Müller

Stefan Müller

Director Big Data Analytics, it-novum

Analytics
Datenintegration: Die Verschmelzung von Daten

Von Stefan Müller 6 min Lesedauer

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Bei „Datenintegration“ denkt man oft an riesige Data Lakes, die kontinuierlich aus einer Vielzahl von Unternehmenssystemen gespeist werden. In manchen Unternehmen ist das auch nicht weit von der Realität entfernt. Aber sind diese Daten wirklich wertvoll?

Daten machen nur im Kontext Sinn - deren Verschmelzung kann helfen.(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Daten machen nur im Kontext Sinn - deren Verschmelzung kann helfen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Kurz gesagt: Nein - wenn die Daten in isolierter Form vorliegen. Das Konzept der Datenintegration basiert auf der Fusion oder Verschmelzung von Daten, weil Daten ohne Kontext wenig Sinn ergeben. Zum Beispiel ist ein Sensorsignal für sich genommen nicht sehr aussagekräftig. Wenn dieses Signal nicht mit anderen relevanten Daten kombiniert werden kann, ist es kaum möglich, daraus sinnvolle Schlüsse zu ziehen.

Um das mal in die Praxis umzusetzen: Sie fahren mit dem Auto und der einzige Messwert, den Sie am Armaturenbrett ablesen können, ist die Drehzahl. Wissen Sie, wie schnell Sie unterwegs sind? Vermutlich nicht. Um Genaueres über Ihre Geschwindigkeit in Erfahrung zu bringen, benötigen Sie weitere Informationen. Sie müssen etwa wissen, welcher Gang eingelegt ist, ob die Bremse betätigt wird und vieles mehr.