Digitale Souveränität
Datenbusiness auf europäische Art

Von Jürgen Schreier 16 min Lesedauer

Im Datenbusiness haben die großen US-Tech-Konzerne teilweise dominierende Marktpositionen erreicht. In Europa wird deshalb über Alternativen nachgedacht wie die Cloud-Infrastruktur GAIA-X. Oder sie wurden bereits etabliert wie der Datenmarktplatz DIH, der einen firmenübergreifenden Datentausch ermöglicht.

Ohne die Auswertung oder Verarbeitung gesammelter Daten werden zahlreiche Chancen vergeben, die Arbeit von morgen zukunftsfähig zu gestalten. (Bild:  gemeinfrei / Unsplash)
Ohne die Auswertung oder Verarbeitung gesammelter Daten werden zahlreiche Chancen vergeben, die Arbeit von morgen zukunftsfähig zu gestalten.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Facebook - ein Leuchtturm der Meinungsfreiheit? Social-Media-Kritiker werden das bezweifeln, während Datenschützer in Schnappatmung verfallen dürften. Doch es stimmt. Denn ein "Netzwerkdurchsetzungsgesetz" wie man es hierzulande kennt, gibt es in den USA nicht.

Im Gegenteil: Social-Media-Betreiber wie Facebook & Co. sind für den Content, der auf ihren Plattformen verbreitet wird, gemäß Section 230 des Communications Decency Act nicht verantwortlich. Die Technologieunternehmen stellen die Systeme, die User besorgen den Rest. Und so ist plötzlich Twitter der böse Bube in der Branche, nachdem der Mikroblogging-Dienst einen Tweet seines "Oberzwitscherers" zu den aktuellen "Unruhen" als gewalttätig gelabelt hatte. Die Resonanz aus dem Weißen Haus kam prompt und heftig - aber sie kam zu Recht.