Datenschutz
Das Fenster zum Datenhof: Wenn Standardsoftware emsig Daten sammelt

Von Lisa Marie Waschbusch 3 min Lesedauer

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Bequemlichkeit gegen Daten. Wer kostenlose Software und Apps nutzt, bezahlt mit der Währung des digitalen Zeitalters: Daten und damit persönliche Angaben zu Kontakten, Hobbys oder Konsumverhalten. Aber wie viele Daten werden eigentlich bereits durch Standardsoftware gesammelt, die ohnehin auf fast jedem PC steckt?

Daten sind die Währung im digitalen Zeitalter.(Bild:   / CC0)
Daten sind die Währung im digitalen Zeitalter.
(Bild: / CC0)

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat sich das Betriebssystem Windows 10 von Microsoft genauer angeschaut. Ergebnis: Das Betriebssystem sendet umfangreiche System- und Nutzungsinformationen an den Hersteller. „Eine Unterbindung der Erfassung und Übertragung von Telemetriedaten durch Windows ist technisch zwar möglich, für Anwender aber nur schwer umzusetzen“, so das BSI. Zudem hätten weiter installierte Programme wie der Browser Internet Explorer und die Office-Suite von Microsoft die Möglichkeit, auch allein Telemetriedaten zu erfassen und an den Hersteller zu versenden.

„Sammelwut von Programmen wird unterschätzt“

Dass das aktuelle Betriebssystem von Microsoft besonders fleißig datenhungrig ist, war von unterschiedlichen Experten häufig zu hören. Es zeigt, dass die Sammelwut von Programmen längst nicht auf Zusatzangebote beschränkt ist, wie man sie sich mittels Freeware oder Apps auf dem Rechner oder Smartphone freiwillig in die digitale Komfortzone holt, sondern sie auch mittels Software geschieht, um die gewöhnliche Anwender kaum herumkommen. Dr. Sven Abels, Geschäftsführer beim Softwareunternehmen Abelssoft, das das Tool Win10 PrivacyFix entwickelt hat, erläutert ein paar Hintergründe dazu.

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