Virtuelles Patchen
Schwachstellenisolation: Risiken erkennen und effektiv bekämpfen

Ein Gastbeitrag von Klaus-Dieter Walter* 5 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Daten und Schnittstellen vernetzter digitaler Systeme sind ein Primärziel der Cyberkriminalität. Besonders die Hard- und Software der technischen Betriebsausrüstung in Unternehmen mit physischen Wertschöpfungsprozessen ist darauf nur unzureichend vorbereitet.

Virtuelle Patches eignet sich zur Isolation und Bekämpfung von Cybersicherheitsrisiken in digitalen Systemen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Virtuelle Patches eignet sich zur Isolation und Bekämpfung von Cybersicherheitsrisiken in digitalen Systemen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Praktisch alle digitalen IT-Funktionsbausteine besitzen aufgrund einer immer komplexeren Software zahlreiche Sicherheitslücken. Das gilt für einfache Datenträger, Drucker und Smartphones, aber auch für hochkomplexe Cloudplattformen führender IT-Konzerne mit astronomischen Börsenwerten. Das umfassende Detailwissen zu solchen Schwachstellen ermöglicht nicht nur die missbräuchliche Nutzung, sondern auch die Entwicklung und Implementierung wirksamer Schutzmaßnahmen. Dabei spielt es zunächst einmal keine Rolle, ob es sich um eine IT- oder OT-Anwendung handelt.

Aufgrund der Bedeutung dieser Problematik für nahezu alle Bereiche hat sich in den vergangenen Jahren schon ein weltweit anerkannter Standard zu Cybersicherheitslücken etabliert, der den bekannten Schwachstellen einheitliche Nummern, sogenannte CVE-IDs, als Referenziersystem zuweist. Zudem benennt oder bewertet es die dadurch möglichen Sicherheitsrisiken und speichert diese in für die Allgemeinheit zugänglichen Datenbanken. Diese CVE-Einträge enthalten zwar keine technischen Informationen zur Behebung der dokumentierten Schwachstellen, dafür existieren aber umfangreiche Verlinkungen.