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 Emmanuel Schalit

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CEO

Kommentar
Contact Tracing hat ein UX-Problem

Von Emmanuel Schalit 4 min Lesedauer

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In den Medien wird diskutiert, ob mit Hilfe von Contact Tracing Apps Kontaktketten zu mit SARS-CoV-2 infizierten Menschen nachverfolgt werden sollten – durch die Auswertung unserer Handydaten. Viele Menschen sind skeptisch.

Die Debatte um eine Contact Tracing App zur weiteren Eindämmung des Coronavirus hat einen bekannten inhaltlichen Kern: Schutz der eigenen Privatsphäre vs. Schutz der Allgemeinheit. (Bild:  gemeinfrei / Pexels)
Die Debatte um eine Contact Tracing App zur weiteren Eindämmung des Coronavirus hat einen bekannten inhaltlichen Kern: Schutz der eigenen Privatsphäre vs. Schutz der Allgemeinheit.
(Bild: gemeinfrei / Pexels)

Apple und Google schlugen vor, dass anonym aufgezeichnet werden sollte, wenn sich Geräte mit eingeschaltetem Bluetooth in Reichweite zueinander befinden. So könnten Kontakte lückenlos nachverfolgt werden. Unsere Handys tuen dies bereits bis zu einem gewissen Grad, indem sie nach anderen Bluetooth-Geräten suchen – doch sie führen kein Protokoll dieser potenziellen Verbindungen.

Contact Tracing - Das Mittel gegen die Pandemie?

Wird der Vorschlag von Apple und Google umgesetzt, würde jede dieser Verbindungen aufgezeichnet und protokolliert werden. Wird SARS-CoV-2 bei einer Person nachgewiesen, können Kontaktpersonen ausfindig gemacht und isoliert werden. Nutz man Contact Tracing, besteht die Möglichkeit, sich im Falle einer Infektion als Virusträger zu melden. Automatisch werden alle Handybesitzer darüber informiert, die in Ihrer Nähe waren, dass sie potenziell einer Infektion ausgesetzt wurden.