Es ist soweit! Erste High-Level-Programmierung für Quantencomputer steht parat

Quelle: Classiq 2 min Lesedauer

Classiq, ein führender Anbieter von Quantencomputer-Software, stellt mit Qmod (Quantum Modeling Language) die erste High-Level-Programmiersprache für die Quantenprogrammierung vor ...

Das Unternehmen Classiq aus Israel will den Umgang mit Quantencomputern (Bild) erleichtern. Möglich machen soll das die neu entwickelte High-Level-Programmiersprache Qmod ...(Bild:  Ch. Guerva)
Das Unternehmen Classiq aus Israel will den Umgang mit Quantencomputern (Bild) erleichtern. Möglich machen soll das die neu entwickelte High-Level-Programmiersprache Qmod ...
(Bild: Ch. Guerva)

Nach erfolgreichen Pilotprojekten mit Partnerunternehmen haben nun weltweit Entwickler, Forscher und Unternehmen Zugriff auf Qmod, was die Entwicklung von Quantenprogrammen leichter zugänglich und effizienter macht, wie Classiq informiert. Mit Qmod könnten Quantenalgorithmen auf einer hohen Abstraktionsebene definiert werden, was die fortgeschrittene Quantenmodellierung erleichtere. Dabei unterstützt das Tool spezifische Konzepte aus dem Quantencomputing parallel zu konventionellen, aus klassischen High-Level-Programmiersprachen bekannten Bausteinen, wie es weiter heißt. Mit diesem Ansatz könnten Entwickler sich auf die Funktionalität ihrer Algorithmen konzentrieren, während der Compiler und die Synthese-Engine von Classiq die Details der Implementierung für die Quanten-Hardware übernehme.

Es fehlt noch einiges für das breit angelegte Quantencomputing

Um Mehrwerte zu schaffen und Probleme zu lösen, muss Quantencomputing für Wissenschaftler und Entwickler praktikabel und zugänglich sein. Aktuell ist es das noch nicht, wie Experten sagen. Im Moment werden Quantencomputer noch auf der Hardware-Ebene programmiert, was den Zugang zu dieser Technologie auf Quantenphysiker und andere Fachexperten beschränke. Wenn es aber um praktische Anwendungen gehe, sei es unumgänglich, die Programmierung auf eine abstrakte Ebene zu bringen. Das gilt als Grundvoraussetzung für die breite Nutzung von Quantencomputing und Quantenanwendungen. Qmod bietet aber spezielle Funktionen, die die Quantenprogrammierung auch für Entwickler ohne Quantenexpertise erleichtern. So ist unter anderem die Sprache deklarativ ausgelegt. Anwender könnten so definieren, was ein bestimmter Algorithmus erzielen soll, und nicht nur, wie er das Ziel erreichen soll.

Einfacher Code macht flexibel und interoperabel

Die Synthese-Engine und der Compiler optimieren den Output entsprechend für Hardware- und andere Restriktionen. Um flexibel und interoperabel zu sein, ist der Code von Qmod einfach übersetzbar und kann so auf verschiedener Hardware und Formaten verwendet werden – sei es über den nativen Syntax, Python oder auch als grafische Darstellung. Außerdem ist Qmod für den industriellen und wissenschaftlichen Einsatz gedacht und erlaubt daher, robuste und skalierbare Anwendungen zu entwickeln, die mit komplexen Codes einhergehen. Dadurch kann das volle Potenzial erschlossen werden, das durch aktuelle Fortschritte bei der Menge an nutzbaren Qubits entsteht.

Quantencomputing ohne spezielle Kenntnisse möglich

Mit Qmod könnten nicht nur Quantenspezialisten komplexe Programme erstellen, sondern auch Entwickler ohne Expertenwissen im Bereich Quantencomputing seien in der Lage, komplizierte Fragestellungen in verschiedensten Branchen anzugehen. Durch die Abstraktion der Komplexität des Quantenprogrammierens könnten dynamische Quantenanwendungen einfacher erstellt werden. Und teilweise werden deutlich weniger Zeilen an Code notwendig sein, wie Classiq verspricht. Die Classiq-Plattform gewährleiste, dass Quantenalgorithmen, die mit Qmod erstellt wurden, reibungslos kompiliert werden könnten, und sich damit auf verschiedener Hardware und Simulationsumgebungen nutzen lassen. Auch die Integration in HPC-Zentren (High Performence Computing) wird dadurch erleichtert.

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