Digitalisierung Chiplose RFID-Technologie: Potenzial für logistische Organisationsprozesse

Quelle: Universität Paderborn 1 min Lesedauer

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Die Herstellungskosten chiploser, druckbarer Funketiketten belaufen sich auf weit unter einem Cent pro Stück. Doch es gibt auch Risiken.

Chiplose RFID-Technologie könnte zur Ersatztechnologie für den derzeit verbreiteten optischen Barcode werden, welcher sich im Gegensatz zu Funketiketten nur über eine direkte Sichtverbindung einzeln ablesen lässt.(Bild:  insta_photos - stock.adobe.com)
Chiplose RFID-Technologie könnte zur Ersatztechnologie für den derzeit verbreiteten optischen Barcode werden, welcher sich im Gegensatz zu Funketiketten nur über eine direkte Sichtverbindung einzeln ablesen lässt.
(Bild: insta_photos - stock.adobe.com)

Forscher der Universität Paderborn haben ein neues Forschungsprojekt zu Chancen und Herausforderungen chiploser RFID-Technologie gestartet. Laut einer Mitteilung könnte dies zur Ersatztechnologie für den derzeit verbreiteten optischen Barcode werden. Aktuell befindet sich sogenannte RFID-Technik („Radio-Frequency Identification“) etwa in Ausweisen, Fahrzeugen oder Kleidung. Auf den Chips werden dabei Informationen wie Produktionsdaten, Namen, Lieferketten und Preise gespeichert.

„Das radikale Innovationspotenzial der chiplosen RFID-Technologie wurde bisher nicht erkannt, da sie fälschlicherweise meist nur als marginale Weiterentwicklung einer etablierten Technologie wahrgenommen wird. Jedoch trägt sie maßgeblich zu einer neuen Qualität der digitalen Inventarisierung der Welt bei“, sagt Jutta Weber vom Institut für Medienwissenschaften an der Universität Paderborn.

Risiken für Privatsphäre und Datenschutz

Die Warenwelt könnte mithilfe der neuen Identifikationscodes umfassend durchnummeriert werden. Jeder materielle Gegenstand könnte individualisiert, identifizierbar sowie verfolgbar gemacht werden. Es wird also gespeichert, wer den Gegenstand wann und wo zu welchem Preis gekauft hat. Laut den Forschern habe dies Potenzial für logistische und betriebswirtschaftliche Organisationsprozesse. Dass aber auch Risiken für die Privatsphäre und den Datenschutz bestehen, sei ihnen bewusst.

„Die Aussicht auf deutlich günstigere und flächendeckend verteilte RFID-Tags lässt auf eine neue Qualität an Überwachung und Verhaltensprojektion schließen. Im Projekt wollen wir diesen Diskurs mit einer umfangreichen Bestandsaufnahme potenzieller Entwicklungen und Konsequenzen von druckbaren RFIDs erweitern und die Basis für eine breite gesellschaftliche Debatte schaffen, die im Anschluss partizipative Verfahren ermöglicht“, so Weber.

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