Chef-Ping-Pong Chat-GPT-Entwickler Sam Altman kehrt zurück

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Vom Führungschaos beim Chat-GPT-Entwickler Open AI hätte am Ende Microsoft profitiert. Denn der kurz geschasste Open-AI-Chef Sam Altman und andere Mitarbeiter hätten den Software-Riesen weiter stärken können, doch es kam anders.

Sam Altman hat keine schönen Tage hinter sich. Doch nun kehrt er auf Druck der Belegschaft als Chef von OpenAI zurück, wie heute bekannt wurde. Lesen Sie hier, warum sich der Spieß so schnell herumgedreht hat. Für Microsoft geht somit aber eine große Chance verloren.(Bild:  OpenAI)
Sam Altman hat keine schönen Tage hinter sich. Doch nun kehrt er auf Druck der Belegschaft als Chef von OpenAI zurück, wie heute bekannt wurde. Lesen Sie hier, warum sich der Spieß so schnell herumgedreht hat. Für Microsoft geht somit aber eine große Chance verloren.
(Bild: OpenAI)

Der am Wochenende ad hoc entlassende Open-AI-Chef Sam Altman fand schnell einen neuen potenziellen Arbeitgeber und sollte nebst Kollegen bei Microsoft nun ein neues Forschungsteam anführen. Microsoft ist nicht zuletzt ein bedeutender Investor bei Open AI und hatte am Wochenende laut Medienberichten zunächst ohne Erfolg versucht, die Rückkehr von Altman auf den Chefposten bei Open AI einzufädeln, wie es weiter heißt.

Somit entschloss man sich in Redmond scheinbar kurzerhand, Altman bei Microsoft unter Vertrag zu nehmen. Hätte das so geklappt, wäre der Konzern auf einen Schlag ein stärkerer Player im Wettlauf um die Entwicklung künstlicher Intelligenz geworden. Doch nach allem, was sich hinter den Kulissen abgespielt haben soll, wollten von den rund 770 Open-AI-Mitarbeitern spontan 700 mit ihrem ehemaligen Chef zu Microsoft wechseln. Wie Open AI laut mehrerer Meldungen heute mitgeteilt hat, wird nun der Verwaltungsrat erneuert – und Sam Altman kehrt zurück auf Open AIs CEO-Posten.

Stundenlanger Hickhack um den Posten Altmans

Altman war bekanntlich am letzten Freitag vom Chefposten des von ihm mitgegründeten Unternehmens verdrängt worden. Medienberichten zufolge führte ein Richtungsstreit bei Open AI zum Rauswurf. Einige Führungsfiguren wie Technologiechef Ilya Sutskever seien der Ansicht gewesen, dass Altman die Software auf Basis künstlicher Intelligenz zu schnell und mit einem zu kommerziellen Ansatz auf den Markt habe bringen wollen. Die Geldgeber von Open AI – wie unter anderem Microsoft – scheiterten außerdem mit dem Versuch, Altman wieder zurückzubringen. Der Verwaltungsrat enthob stattdessen sogar die erst am Freitag eingesetzte Interims-Chefin Mira Murati des Amtes, die sich zwischenzeitlich auf die Seite Altmans geschlagen habe. Nach, wie es weiter heißt, stundenlangen Verhandlungen am Wochenende wurde den Mitarbeitern dann ein weiterer Interims-Chef präsentiert, wie unter anderem der Branchendienst The Information und die Nachrichtenagentur Bloomberg berichten. Es sollte wohl Emmett Shear, der Mitgründer und langjährige Chef des auf Online Gaming fokussierten Streamingdienstes Twitch, werden.

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