Breitbandausbau Wissing: Große Fortschritte bei 5G- und Glasfaserausbau

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Der Breitbandausbau in Deutschland für ein flächendeckendes Angebot mit Glasfaseranschlüssen und schnellem 5G-Mobilfunk kommt nach einem Bericht des Digitalministeriums schnell voran.

Bis 2030 soll es in ganz Deutschland schnelles Glasfaserinternet und ein 5G-Netz geben – so sieht es der Plan der Bundesregierung vor.(Bild:  frei lizenziert / KI-generiert /  Pixabay)
Bis 2030 soll es in ganz Deutschland schnelles Glasfaserinternet und ein 5G-Netz geben – so sieht es der Plan der Bundesregierung vor.
(Bild: frei lizenziert / KI-generiert / Pixabay)

Ein Jahr vor dem Ende der laufenden Legislaturperiode seien 87 Prozent der geplanten 100 Maßnahmen zur Umsetzung der „Gigabitstrategie“ erfolgreich gestartet oder abgeschlossen, heißt es in einem Fortschrittsbericht des Ministeriums.

Die Ampelkoalition hatte im Sommer 2022 ihre Gigabitstrategie beschlossen, nach der es bis zum Jahr 2030 überall in Deutschland schnelles Glasfaserinternet und 5G-Netz geben soll. In einem ersten Etappenziel soll bis 2025 die Hälfte aller Haushalte Glasfaseranschlüsse buchen können.

Digitalminister Volker Wissing (FDP) kündigte an, der Ansatz zum Breitbandausbau werde um weitere 35 Maßnahmen ergänzt, um den Netzausbau weiter zu beschleunigen.

Verband weniger optimistisch

Nach Meinung von Eco, Verband der Internetwirtschaft e.V., habe die Politik mit der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes und der Verabschiedung einer Gigabitstrategie grundsätzlich positive Weichen gestellt. „Den Optimismus des BMDV können wir aber nicht teilen, da sich deren Wirksamkeit in der Praxis noch bewähren muss", so der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Verbands, Klaus Landefeld. Man könne aber festhalten, dass dass die ausbauenden Unternehmen ihren Ankündigungen entsprechend investiert haben und damit sowohl der Glasfaser- als auch der Mobilfunk-Ausbau trotz gestiegener Ausbaukosten und des anhaltenden Fachkräftemangels forciert wurden.

Mit Blick aufs internationale Geschehen relativiert Landefeld aber: „Die anderen Länder waren auch nicht untätig, und Deutschland befindet sich hinsichtlich der Glasfasernutzung nach wie vor am unteren Ende der OECD Länder." Ein Erreichen des Ausbauziels von 100 Prozent bis zum Jahr 2030 hält der Verband für fraglich, auch ein fehlendes Konzept oder ein Zeitplan für die anstehende Kupfer-Glas-Migration bemängelt Eco. „Als problematisch erachten wir zudem die unterschiedlichen Ausbaugrade und Fortschritte in den Bundesländern sowie die weiterhin nicht abgestimmten Genehmigungsverfahren – Baurecht ist und bleibt nun einmal Ländersache.“ Hier sei es nach Ansicht von Landefeld wichtig, das Zusammenspiel von Bund, Ländern und Kommunen weiter zu verbessern und mit einer passgenauen, zielgerichteten Gigabit-Förderung zu verbinden.

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