Kreislaufmacher-Duo BMW und Lidl-Tochter Prezero pushen das Autorecycling

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Den Weg vom Altfahrzeug zum Recyclingmaterial wollen der bayerische Automobilhersteller BMW und Prezero jetzt gemeinsam pflastern ...

Die BMW Group will das Recycling von Altfahrzeugen auf ein neues Level heben. Dazu kooperieren die Bayern jetzt mit Prezero, einem Spezialisten für Recyclingprozesse. Ein Hauptanliegen sei, die Lieferketten der europäischen Autoindustrie stabiler zu machen ... (Bild:  BMW Group)
Die BMW Group will das Recycling von Altfahrzeugen auf ein neues Level heben. Dazu kooperieren die Bayern jetzt mit Prezero, einem Spezialisten für Recyclingprozesse. Ein Hauptanliegen sei, die Lieferketten der europäischen Autoindustrie stabiler zu machen ...
(Bild: BMW Group)

Die BMW Group und Prezero, das international tätige Kreislaufwirtschaftsunternehmen der Schwarz-Gruppe (bekannter durch Lidl und Kaufland), gehen einen wichtigen Schritt in Richtung einer auf Materialkreislauf ausgerichteten Zukunft, heißt es jetzt. Beide unterzeichneten dazu auch gleich auf dem Campus des IPAI (Innovation Park Artificial Intelligence) in Heilbronn einen strategischen Kooperationsvertrag. Darin ist manifestiert, dass man die Kreislaufwirtschaft in der europäischen Automobilbranche entscheidend voranbringen will. Das Ziel der Kooperation zwischen BMW und Prezero ist demnach die Entwicklung eines Geschäftsmodells zur möglichst umfassenden Verwertung von Altfahrzeugen.

Alte Fahrzeuge werden zur ergiebigen Materialquelle

Gleichzeitig will man sich den aktuellen Herausforderungen in der Automobilindustrie stellen, wie es weiter heißt. Dazu gehört laut BMW etwa eine verringerte Rohstoffabhängigkeit, um die Lieferketten resilienter zu machen. Die gemeinsame Initiative setze folglich genau an dem Punkt den Hebel an. Und zwar durch die Entwicklung eines tragfähigen Geschäftsmodells, durch das Altfahrzeuge konsequent als strategische Materialquelle genutzt werden können. Zunächst sollen dafür Komponenten durch eine weitere Nutzung möglichst lange im Wertstoffkreislauf gehalten werden. Der zweite Schritt betrifft innovative Verwertungsprozesse, durch die mehr hochwertige Recyclingmaterialien und Rohstoffe für den weiteren Einsatz gewonnen werden können. Wenn das klappt, sinke gleichzeitig der Bedarf an primären Rohstoffen.

BMW will Kreislaufwirtschaft-Vorreiter werden

Für die BMW Group gilt die Partnerschaft als ein zentraler Baustein ihrer Unternehmens- und Dekarbonisierungsstrategie. Und für Prezero sei die Kooperation ein logischer Schritt, um ökologische Verantwortung mit ökonomischem Erfolg zu verbinden. Carsten Dülfer, CEO von Prezero in Deutschland, verweist auf die Tragweite für den Markt: „Nach dem Kauf von Europas größter Batterierecyclinganlage im letzten gehen wir mit der BMW Group den nächsten Schritt zum Aufbau einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft in der Automobilindustrie.“ Gemeinsam will man so skalierbare Möglichkeiten schaffen, die nicht nur die strengen Anforderungen an Compliance und Nachhaltigkeit erfüllten, sondern die Dekarbonisierung der Industrie in ganz Europa aktiv vorantreiben sollen. So soll die Lücke zwischen Automobilentwicklung und Recyclingrealität geschlossen werden.

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