Physiologie vs. Verhalten
Biometrie hat viele Gesichter

Von Jürgen Schreier 6 min Lesedauer

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Passwörter und Codes lassen sich leicht knacken. Deshalb treten zunehmend biometrische Verfahren an ihre Stelle. Als besonders wegweisend gelten in diesem Zusammenhang die verhaltensbasierten Verfahren.

Da sie einzigartig ist, eignet sich die Iris des menschlichen Auges sehr gut als Biometrie-Merkmal. Außerdem ist das Aussehen der Iris stabil. Moderne Smartphones verfügen bereits über Iris-Scanner. (Bild:   / CC0)
Da sie einzigartig ist, eignet sich die Iris des menschlichen Auges sehr gut als Biometrie-Merkmal. Außerdem ist das Aussehen der Iris stabil. Moderne Smartphones verfügen bereits über Iris-Scanner.
(Bild: / CC0)

Biometrie .- was ist das eigentlich? Laut National Academies Press versteht man unter Biometrie "die automatisierte Erkennung von Individuen anhand von Verhaltensmerkmalen und biologischen Eigenschaften". Diese Merkmale werden zunehmend genutzt, um eine wachsende Zahl digitaler Systeme und Objekte wie Anwendungen, Datenquellen, Mobiltelefone, PCs und Gebäude zu sichern sowie den Zugang oder Zugriff zu ermöglichen. In solchen Awendungsfällen ersetzen biometrische Merkmale vermehrt Passwörter und Codes, da Letztere wesentlich einfacher zu knacken sind.

Passwörter haben fundamentale Schwächen. Sie können kompromittiert oder gestohlen, oder in einigen Fällen sogar einfach erraten werden. Damit ist die digitale Identität einer Person gefährdet. Biometrische Technologien sind an dieser Stelle wesentlich sicherer, weil sie sich auf einzigartige Erscheinungsmerkmale oder Verhaltensweisen einer Person stützen, bevor diese auf Geräte, Datenbanken oder Systeme zugreifen darf.