Machine-Learning
Beeinflussen KI-Systeme demokratische Wahlen?

Aktualisiert am 20.09.2021 Von Stefan Guggenberger 2 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz kann nicht nur zur gezielten Verbreitung von Desinformation eingesetzt werden, sondern diese Fake News auch identifizieren oder persönliche Wahlempfehlungen geben. Welche Potenziale und Herausforderungen KI in der politischen Meinungsbildung bietet.

KI-Systeme werden für digitale Wahlkämpfe immer relevanter, wodurch Wähler mit mehr Desinformation konfrontiert werde könnten, aber auch mehr Übersicht bei der Wahlentscheidung haben.(Bild:  gemeinfrei // Unsplash)
KI-Systeme werden für digitale Wahlkämpfe immer relevanter, wodurch Wähler mit mehr Desinformation konfrontiert werde könnten, aber auch mehr Übersicht bei der Wahlentscheidung haben.
(Bild: gemeinfrei // Unsplash)

An der Universität Duisburg-Essen befasst sich das Projekt KI-Governance damit, wie demokratische Wahlen und die politische Meinungsbildung von KI-Systemen beeinflusst werden. Dabei stellt Projektleiter Prof. Dr. Christoph Bieber klar, dass es neben den Herausforderungen auch positive Aspekte gibt: „KI-Systeme können für mehr Übersichtlichkeit sorgen, wenn sie zum Beispiel zur Erkennung und Unterdrückung von Falschinformationen eingesetzt werden.“ Zudem können sie dem einzelnen Wähler dabei helfen, für ihn relevante Informationen aus dem kaum noch überschaubaren Informationsangebot zu filtern. Und auch die Parteien könnten ihren Wahlkampf mit lernenden Systemen effizienter planen und die Wähler gezielter ansprechen.

KI undercover und gefälschte Statements

In zunehmend digitalen Wahlkämpfen wird es für die verschiedenen Interessensgruppen interessanter, digitale Tools einzusetzen, mit denen viele Menschen effizient erreicht werden. Hier können KI-Systeme beispielsweise zur Begleitung und Gestaltung von Diskussionen auf digitalen Plattformen eingesetzt werden. Durch den Einsatz von Chatbots oder künstlichen Profilen könnten so Diskussionen in sozialen Netzwerken verfälscht werden. „Daher ist es wichtig, dass die Teilnehmenden von Online-Unterhaltungen wissen, ob sie ein menschliches oder nicht-menschliches Gegenüber haben“, erklärt Bieber.

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