Holografie
Aus WLAN-Strahlung dreidimensionale Bilder zaubern

Von Jürgen Schreier 3 min Lesedauer

Wissenschaftler der TU München haben ein holografisches Abbildungsverfahren entwickelt, das aus der Strahlung eines WLAN-Senders dreidimensionale Bilder der Umgebung erzeugt. Im Industrie-4.0-Kontext könnte man damit automatisiert Objekte auf dem Weg durch die Werkhalle verfolgen.

Ein Hologramm der Mikrowellenstrahlung eines WLAN-Senders lässt sich mit einer feststehenden und einer beweglichen Antenne erzeugen.(Bild:  Friedemann Reinhard/Philipp Holl/TUM)
Ein Hologramm der Mikrowellenstrahlung eines WLAN-Senders lässt sich mit einer feststehenden und einer beweglichen Antenne erzeugen.
(Bild: Friedemann Reinhard/Philipp Holl/TUM)

Wie der Blick durch ein Fenster, liefert ein Hologramm ein dreidimensional erscheinendes Abbild. Während für das optische Hologramm aufwendige Lasertechnik benötigt wird, lässt sich ein Hologramm der Mikrowellenstrahlung eines WLAN-Senders mit einer feststehenden und einer beweglichen Antenne erzeugen. Das berichten Dr. Friedemann Reinhard und Philipp Holl in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals "Physical Review Letters" berichten.

„Mit dieser Technik können wir ein dreidimensionales Bild des Raums erzeugen, in dem sich der WLAN-Sender befindet, so als hätten wir Augen für Mikrowellenstrahlung,“ sagt Friedemann Reinhard, Leiter der Emmy Noether Forschungsgruppe für Quantensensoren am Walter Schottky Institut der TU München. Einsatzmöglichkeiten sehen die Forscher vor allem im Kontext von Industrie 4.0, also bei automatisierten Industrieanlagen, wo es oftmals schwierig ist, Teile oder Geräte zu lokalisieren.

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